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Verheerende Brandkatastrophe in Nordisrael

3. Dezember 2010 · 3 Kommentare · Vermischtes

Im Karmel-Gebirge bei Haifa ist am Donnerstag ein Flächenwaldbrand katastrophalen Ausmaßes ausgebrochen. Aufgrund der Dürreperiode der letzten Wochen und des Seewinds vom Mittelmeer breitet sich die Feuerbrunst in rasendem Tempo aus und bedroht weite Teile des Großraums Haifa. Bislang kamen nach aktuellen Angaben 41 Menschen ums Leben; mehr als 15 000 mussten evakuiert werden.

Bei dem Großteil der Todesopfer handelt es sich um Gefängniswärter, die auf dem Weg zur Evakuierung einer Haftanstalt waren, als ihr Bus von einem herabfallenden Baum gestoppt und von den Flammen erfasst wurde.

Der Kibbutz Beit Oren im Karmel-Gebirge ist vollständig zerstört. Zahlreiche Ortschaften mussten evakuiert werden, darunter das drusische Dorf Isfiyeh. Auch Randbezirke Haifas sind von der Feuersbrunst bedroht.

Schon jetzt steht fest, dass es Jahrzehnte dauern wird, bis der Carmel-Nationalpark sich von den Brandschäden erholen wird.

Am Freitagvormittag war das Feuer noch nicht unter Kontrolle.

(Haaretz, 03.12.10)

Foto: GPO

Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu ist bereits am Donnerstagabend in der Einsatzzentrale in Haifa eingetroffen, um sich über die aktuelle Lage unterrichten zu lassen. Er rief die Bevölkerung auf, sich von dem Katastrophengebiet fernzuhalten, und appellierte an die dort lebenden Menschen, sich strikt an die Anweisungen der Rettungs- und Sicherheitskräfte zu halten.

„Es ist keinesfalls sicher, dass der Brand umgehend gelöscht wird; es wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Dies ist ein nationales Ereignis, ein großes Desaster, aber wir werden damit fertig und haben es unter Kontrolle. Alle Israelis müssen kooperieren, ruhig bleiben und auf die Anweisungen hören. Ich denke, dass wir dies zusammen überstehen können.“

(Amt des Ministerpräsidenten, 02.12.10)

Im Folgenden die wichtigsten Telefon-Hotlines für die betroffene Bevölkerung und Angehörige:

Polizei und Rambam-Krankenhaus: 1255144
Strafvollzugsbehörde: 08-9775717
Notfall-Hotline der sozialen und Wohlfahrtsdienste: 118
Carmel-Krankenhaus: 1255142
Bnei-Zion-Krankenhaus (Rothschild): 1255145
Hotline für die Angehörigen von Polizisten: 02-5428910
ZAKA: 1220
Kibbutz-Bewegung: 050-767791

Die Organisation Lev Echad hat gemeinsam mit dem Heimatfrontkommando eine Zentrale für Freiwillige eingerichtet. Freiwillige Helfer können sich unter den folgenden Nummern registrieren lassen:
02-6755150
02-6755185
02-6755187

(Amt des Ministerpräsidenten, 02.12.10)

Der Jüdische Nationalfonds ruft auf seiner Website zu Spenden auf.

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3 Kommentare bisher ↓

  • Andreas Moser

    Jammerschade 🙁
    Das ist eine der schoensten Gegenden Israels.

  • Malte S. Sembten

    Wenn es bei dieser Katastrophe einen kleinen Lichtpunkt gibt, dann den: dass ausgerechnet einige alte und neue „Feinde“ Israels (z. B. Jordanien, Türkei, …) sofort Hilfe angeboten haben und auch tatsächlich helfen. Offenbar schweißen entfesselte Naturgewalten die Menschen zusammen.

    Ich wüsche den israelischen Feuerbekämpfern und ihren internationalen Helfern, dass sie bald die Oberhand über die Brände gewinnen mögen – und dass es keine weiteren Toten und Verletzten gibt!

    Der folgende deutschsprachige Blog aus Israel berichtet sehr aufschlussreich und eindringlich über das Feuerinferno:

    http://rungholt.wordpress.com

  • Malte S. Sembten

    Der Jüdische Nationalfonds ruft auf seiner Website zu Spenden auf.

    Auf der Website des NJF kann ich kein Wort zur Brandkatastrophe entdecken. Man kann dort für vieles spenden, aber nicht aktuell für die Brandopfer o. ä.

Antworte auf Malte S. Sembten

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