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Google Israel unterstützt Yad Vashem

25. Juli 2011 · Keine Kommentare · Allgemein

Der Suchmaschinen-Riese Google schreibt über sich selbst, dass es sein Ziel sei, die Informationen dieser Welt zu organisieren und universell zugängig und nutzbar zu machen. Seit ein paar Jahren kooperiert Google nun mit Yad Vashem, um die Informationen über den Holocaust auch online mit der Öffentlichkeit zu teilen.

„Seit einiger Zeit arbeitet Google daran, das historische und kulturelle Erbe der Welt online zu stellen. Das Internet bietet großartige Möglichkeiten, wichtige Materialien, die in Archiven lagern, zu bewahren und zu teilen“, erklärt Yossi Matias, Leiter der Abteilung für Forschung und Entwicklung bei Google Israel. „Wir sind sehr glücklich, mit dem weltweit führenden Holocaust-Archiv an diesem Projekt arbeiten zu dürfen“, fügte er hinzu.

Yad Vashem hat seit Jahren nach einem Weg gesucht, seine Fotografien- und Dokumentensammlung online zu stellen, erklärt Matias. Jetzt sind 130.000 Fotografien aus der Sammlung von Yad Vashem in voller Auflösung online. An jedes Foto sind relevante Textauszüge und Dokumente angehängt, die den Kontext erklären und weitere Informationen geben. „Hinter jedem Bild steht eine Geschichte und wir ermöglichen es den Betrachtern, diese Informationen zu erhalten, weiterführende Dokumente zu lesen, die seine historische Bedeutung erklären und Kommentare zu hinterlassen.“

Die Fotos umfassen die gesamte jüdische Geschichte des Holocaust – vom europäischen Schtetl über die Konzentrationslager bis hin zu den Displaced Person Camps. In nur wenigen Monaten sind bereits hunderte Menschen online gegangen, um ihre Eltern, Großeltern oder sich selbst in den Bildern wiederzufinden, die Yad Vashem über die Jahre gesammelt hat.

Viele der Bilder lagen bereits digitalisiert vor, doch Google hat diese geordnet und gekennzeichnet, so dass eine überschaubare Datenbank entstanden ist, in der sich Suchende leicht zurecht finden können und anhand von Schlagwörtern schnell zu den gesuchten spezifischen Bilder geleitet werden.

Auch viele Originaldokumente wurden digitalisiert: Mithilfe von Googles „Optical Character Reader“ konnten handgeschriebene und getippte Dokumente zu digitalen Textdokumenten konvertiert werden, während ihnen gleichzeitig die passenden Bilddokumente zugeordnet wurden. Zudem liegen viele der Dokumente, die zuvor nur auf Deutsch und Polnisch zugängig waren, nun dank der Übersetzungstechnologie auch auf Englisch und Hebräisch vor.

Wie kam es zu der Verbindung zwischen Google und Yad Vashem? Vor vielen Jahren besuchte der scheidende Google-Topmanager Jonathan Rosenberg die Gedenkstätte und war augenblicklich ergriffen davon, wie viel Informationsmaterial dort lagerte – und wie viel davon noch nicht online war. Mitarbeiter von Google haben die Möglichkeit, 20% ihrer Arbeitszeit mit selbstgewählten Projekten zu verbringen. Rosenberg entschied sich, diese Zeit dazu zu nutzen, den Internetauftritt von Yad Vashem auszubauen. Am 26. Januar wurde das Projekt im Rahmen des Internationalen Holocaustgedenktages vorgestellt.

Vor mehreren Jahren hatte der Suchmaschinen-Gigant bereits dabei geholfen, den Youtube-Kanal von Yad Vashem einzurichten. Vor drei Jahren ging die Seite dann online, auch mit Kanälen auf Englisch und Arabisch, mit Augenzeugenberichten, Vorträgen von Historikern, Videomaterial von Besuchen wichtiger Persönlichkeiten in Yad Vashem und Geschichten aus dem Leben, unter anderem von Familienzusammenführungen und vielem mehr. Im Januar diesen Jahres fügte Yad Vashem noch einen Kanal auf Farsi hinzu.

Der Vorsitzende von Yad Vashem, Avner Shalev, sagte dazu: „Heute, da so viel Desinformation und Verzerrung des Geschehenen einfach online zugängig ist, bieten wir eine Alternative für jeden an, der Interesse an der Wahrheit hat.“

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