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Die UNESCO und die palästinensischen Schulbücher

3. November 2011 · 13 Kommentare · Allgemein, Bildung, Gesellschaft, Palästinenser, UN

 

Von der Redaktion der Jerusalem Post

Ein riesiger Freudenschrei brach am Montag in der Generalversammlung der UNESCO in Paris aus, nachdem „Palästina“ in einer Abstimmung als Mitglied aufgenommen worden war.

Dieses Ereignis war allerdings in Wirklichkeit kein Grund zum Feiern sondern ein weiteres beklagenswertes Beispiel für die moralische Bankrotterklärung der UN und ihrer Organisationen.

Während die USA, Kanada, Deutschland, die Niederlande und Israel dagegen gestimmt hatten, stimmten Bastionen der Menschenrechte und Freiheit wie China, Russland und Brasilien dafür.

Österreich und Frankreich, zwei Länder, die es hätten besser wissen sollen, stimmten leider ebenfalls dafür, während Großbritannien sich nicht zu mehr als einer Enthaltung durchringen konnte.

In ihrer Eile, die Palästinenser in ihrem einseitigen Schritt für einen international anerkannten Status der Eigenstaatlichkeit anzuerkennen, hat die UNESCO ihre eigenen pädagogischen und kulturellen Standards, die auf Gleichheit und gegenseitigem Respekt beruhen, vollständig ignoriert.

Ergebnis der Abstimmung ist stattdessen, dass die UNESCO den schiefen, hassbefördernden palästinensischen nationalen „Narrativ“, wie er sich in den offiziellen Schulbüchern, der Kulturpolitik und der Massenmedien der Palästinensischen Autnonomiebehörde (PA) wiederfindet akzeptiert hat.

„Impact-SE“, eine Forschungsorganisation, die Schulbücher und Curricula im Nahen Osten analysiert und dabei untersucht, ob sich die Inhalte mit internationalen Standards zu Frieden und Toleranz wie sie durch die UNESCO festgelegt wurden decken, hat schändliche Beispiele dafür gefunden, dass Antisemitismus im palästinensischen Erziehungssystem unterrichtet wird.

Tatsächlich enthalten Schulbücher, die in der PA verwendet werden, fanatische antisemitische Botschaften (Juden werden als vertragsbrüchig, Betrüger, Kindermörder und personifizierte Schlangen dargestellt), ignorieren die Verbindung des jüdischen Volkes zum Land Israel (Rachels Grab wird als die Bilal bin Rabah-Moschee präsentiert und die Klagemauer einfach als „Al-Buraq-Mauer“ bezeichnet) und unterstützen den Jihad. Die Option eines ausgehandelten Friedensabkommens mit Israel wird dabei vollständig ignoriert.

Die Studie zitiert den folgenden Absatz aus einem Buch für die achte Klasse:

„Heute benötigen die muslimischen Länder dringend den Jihad und Jihad-Kämpfer, um das geraubte Land zu befreien und die räuberischen Juden aus den geraubten Ländern in Palästina und der Levante zu vertreiben.“ In keinem offiziellen Schulbuch der PA wird der Holocaust erwähnt, obwohl sich ein ganzes Kapitel über den Zweiten Weltkrieg findet. Eine zweideutige Passage erklärt: „Die jüdische Frage ist zuallererst ein europäisches Problem.“

Vor der Entscheidung der UNESCO bestand möglicherweise eine Chance, die PA durch internationalen Druck und Dialog dazu zu bewegen, die Schulbücher zu überarbeiten, damit sie etwas realitätsnaher sind. Vielleicht wäre es sogar möglich gewesen, eine neue Generation palästinensischer Kinder nicht zu Antisemitismus, Stereotypendenken und auf Lügen aufbauend zu erziehen sondern zum Respekt für den Anderen, zum Wert friedlicher Verhandlungen und der Anerkennung der Verbindung des jüdischen Volkes zum Land Israel.

Doch durch die Aufnahme „Palästinas“ als Mitglied hat die UNESCO letztendlich diese bösartige Indoktrinierung der palästinensischen Schulkinder in einem besonders leicht zu beeinflussenden Alter legitimiert.

Können wir ernsthaft erwarten, dass irgendein zukünftiger palästinensischer Politiker noch die schrecklichen Botschaften in den Schulbüchern der PA kritisiert, wenn noch nicht einmal die UNESCO es getan hat? Jeder, der es wagen würde, Reformen einzuführen, würde einen aussichtlosen Kampf kämpfen, nicht nur gegen die palästinensischen Vorurteile und ihre Kultur der Gewalt und Selbst-Opfer-Darstellung sondern auch gegen die Entscheidung einer respektierten UN-Institution.

Darüber hinaus gibt die UNESCO, gemäß ihren eigenen Regeln, mit der Akzeptanz „Palästinas“ als vollwertiges Mitglied auch ihr Recht auf, sich in die palästinensische Bildungspolitik einzumischen oder sie auch nur zu kritisieren. Falls sich etwas ändert, so wird das lediglich sein, dass die palästinensischen Schulbücher die Kinder mit noch mehr antisemitischen und antiisraelischen Botschaften indoktriniert werden.

Und die Botschaften, die in den Schulen verbreitet werden, werden weiterhin in den palästinensischen Medien und Moscheen ihren Widerhall finden. Als Konsequenz daraus werden sich die Chancen auf Frieden zwischen Israelis und Palästinensern noch weiter verringern.

In diesem Licht betrachtet ist die Aussage des Präsidenten der PA Mahmud Abbas anlässlich der UNESCO-Entscheidung, es handele sich um eine „Entscheidung für den Frieden“ vollkommen unverständlich.

Es handelt sich vielmehr um eine Entscheidung für Fanatismus, Hass und Konflikt.

(Jerusalem Post, 03.11.11)

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13 Kommentare bisher ↓

  • N. Rotenberg

    Was kann man von einer Organisation erwarten, die bereits vor vielen Jahren die Symbolfigur des Terrorismus, Yassir Arafat, in der UN eine Rede hat halten lassen und dies natürlich mit sichbarer Pistole im seinem Halfter … Als wäre diese Farce noch nicht genug, wurde dieser Urvater des Terrorismus auch noch mit dem Friednsnobelpreis ausgezeichnet. Die Ignoranz vieler Staatsführer- sowie die grenzenlose Dummheit vieler Menschen wird im Nahen Osten wahrscheinlich leider zu einer Katastrophe führen … Was kann man von einer Organisation erwarten, in der ca. 50% aller bisher beschlossenen (und Gott sei Dank nicht bindenden) Resolutionen sich gegen Israel wenden?

  • Horst Scholz

    Immer beginnt es mit dem Wort. Diese Schulbuch Worte werden zu Terror Waffen auswachsen. Ich sehe für Israel keinen Staats fähigen
    Verhandlungspartner mehr.

  • Ingo Segiet

    Nach einer über dreißig Jahre zurückliegenden Israelreise, lese ich viele Jahre die Infobriefe der Botschaft des Staates Israel-Berlin. Ich bilde mir so eine eigene Meinung. Natürlich fällt mir immer wieder auf, dass die öffentliche Berichterstattung in den Medien sehr oft nur Teile der tatsächlichen „Ereignisse“ in und um Israel berichtet. An dieser Stelle möchte ich meine Bestürzung über die nicht nachvollziehbare UNESCO-Entscheidung zum Ausdruck bringen. Ein fataler Rückschritt zum Thema Frieden im nahen Osten. Ein erschreckender Beweis von Ignoranz und Inkompetenz. Ich befürchte, dass die tatsächlichen Zusammenhänge und Folgen dieser UN-Botschaft, den wenigsten daran Beteiligten wirklich klar sind.

  • Frank Bruhn

    „Die Geister, die ich rief…“,
    treten nun in der UNESCO auf als pseudokontrollierbar, aber sie verselbstständigen sich und werden letztlich unkontrollierbar.
    Geflügeltes Wort aus Goethes „Zauberlehrling“, der den Besen verhext und losschickt, um Wasser vom Fluss zu holen. Er vergisst jedoch das Zauberwort, um den Besen wieder zu stoppen:
    Und sie laufen! Nass und nässer wirds im Saal und auf den Stufen:
    welch entsetzliches Gewässer! Herr und Meister, hör mich rufen! –
    Ach, da kommt der Meister! Herr, die Not ist groß!
    Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.
    Wie lange wird es dann anhalten, bis die UNESCO rufen wird:
    „Herr die Not ist groß!“ ???
    Eines ist jetzt aber schon klar
    An dieser (Fehl-)Entscheidung scheiden sich die Geister!

  • maklaus

    Auf diesen ignoranten und lügnerischen Haufen in der UNESCO können wir ab sofort verzichten, am besten durch Sperre aller Zahlungen. Traurig, dass auch deutsche Schulbücher in den drei größten Schulbuch-Verlagen die Palästina-Regierung Hamas nicht als Terrororganisation vorstellt, sondern nur als von den „Besatzern“ Israel unterdrückt. Dabei muss doch jeder bei staatlichen deutschen Stellen Angestellte unterschreiben, dass er keiner Terrororganisation angehört, wobei die Hamas auf dieser Liste aufgeführt ist. Wie sagt die Bibel prophetisch so treffend: Ein Knabe wird regieren, mit anderen Worten: ein Törichter. Aber die Bibel sagt ebenso: Wer Israel segnet, ist gesegnet. Wer Israel flucht, ist verflucht.

  • Angelika Matzka

    Die Entscheidung der UNESCO finde ich erschütternd, und ich schäme mich der Charakterlosigkeit der österreichischen Politiker, die es nicht für nötig halten, einen solchen Antrag abzulehnen, angesichts der in palästinensischen Schulbüchern verbreiteten Version der Geschichte des Nahen Ostens.

    Mit freundlichen Grüßen
    Angelika Matzka, Österreich

  • Die UNESCO und die palästinensischen Schulbücher | CID-NEWS

    […] Jerusalem Post, 03.11.11 – Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin […]

  • Marcel Prost

    Eine Neuigkeit ist das nun weiß Gott nicht.
    http://www.welt.de/print-wams/article614533/Deutschland_finanziert_judenfeindliche_Schulbuecher_fuer_Palaestinenser.html
    Vor dem Hintergrund der palästinensischen Staatsgründung aber aktueller denn je.
    Was in Gaza abläuft, also dort wo die Israelis das umstrittene Gebiet bereits 2006 geräumt haben, ist gewiss noch beunruhigender:
    http://www.youtube.com/watch?v=eTGbP55HGi8

    Auch im post-nazistischen Deutschland, das Israel bekanntlich rhetorisch als treuer Verbündeter beisteht, wird der „Nah-Ost-Konflikt“ in Schulbüchern der Großverlage Klett, Westermann und Cornelsen äußerst eindimensional dargestellt: Israel tritt hier als kolonialistischer Invasor auf, der Krieg der arabischen Staaten direkt nach der Gründung Israels wird als humanitäre Intervention gefeiert und suicide-bombings sind Folge der Perspektivlosigkeit und Armut.
    http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13619194/Veraltet-verdreht-und-voellig-einseitig.html

    Auch Israelfeindschaft kann zur Kultur eines Volksstammes gehören. Deshalb ist es verkehrt, von der UNESCO zu erwarten, dass sie daran Anstoß nehmen könnte.

  • Horst Schulze

    Ichhabe mich als Jugendlicher immer gefragt, wieso sich meine Elterngeneration in so etwas reinziehen ließ, wie das, was dann als Holocaust bekannt wurde. Jetzt sehe ich mit Erschrecken, dass sich wieder so ein Geist breitgemacht hat, selbst in eigentlich gebildete deutsche Kreise hinein.

    Aber langsam verstehe ich auch die Mechanismen des Hasses, der Manipulation und der Dummheit (trotz Bildung) die dahinter stehen.

  • krammer blanca

    jeder ist frei um die meinung zu äußern , jeder hat das recht frei zu leben , frei , das ist leider das problem für viele mitmenschen die frei leben , ohne politische “ besatzung “ wie die palästinas Volk , jahrzehnte erleben muß . israel hat sich keine freunde gemacht und hat noch nicht kappiert , ihr propaganda und beschuldigung gegen palästina ,kann uns nich mehr täuschen .

  • Gabriele

    Wie kann es sein, dass Staaten, die Volksverhetzung betreiben und

    gegen die Menschenrechte verstoßen in solch einer Organisation wie der

    Unesco verbleiben dürfen und sogar noch aufgenommen werden?

    Albert Einstein, der Mitbegründer des Völkerbundes, des Vorläufers der UN,

    der die Unesco angegliedert ist, erklärte schon in den 50er Jahren des

    vergangenen Jahrhunderts: “ Ich bin der

    Meinung, dass man im Kampf um eine bessere Welt nicht den Namen

    Gottes ins Spiel bringen sollte. Das ist, wie mir scheint, mit der Integrität

    eines modernen, gebildeten Menschen nicht vereinbar. Überdies zeigt die

    Geschichte, dass jede Partei glaubt oder andere davon zu überzeugen sucht, dass

    Gott auf ihrer Seite stehe. Dadurch werden rationales Verständnis und Verhalten

    nur noch erschwert. Unablässige, ehrliche Erziehungsarbeit für eine moralisch

    fundierte, tolerante Geisteshaltung ist der einzige Weg zu einem glücklicheren

    Leben.“ Wo aber Kinder kriegerisch indoktriniert werden und erleben, wie

    amnestierte Kriminelle wie Helden gefeiert werden, kann die Entwicklung

    den Grundsätzen der Unesco nur zuwiderlaufen.

  • Stoff für’s Hirn « abseits vom mainstream – heplev

    […] handelt sich vielmehr um eine Entscheidung für Fanatismus, Hass und Konflikt“, endet ein Kommentar der Redaktion der Jerusalem Post zur Aufnahme der PA als vollwertiger Staat in die UNESCO. In der Tat. Und warum […]

  • querschuss2015

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