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Reaktionen auf den Anschlag in Jerusalem

24. März 2011 · Keine Kommentare · Allgemein, Terror

Bei dem gestrigen Terroranschlag an einer Jerusalemer Bushaltestelle wurden eine Frau getötet und etwa 50 Personen verletzt. Inzwischen konnte das Todesopfer identifiziert werden. Es handelt sich um die 56-jährige Britin Mary Jane Gardner, die an der Hebräischen Universität studierte.

Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat sich gestern vor seiner Abreise zu einem Besuch in Moskau wie folgt geäußert:

„Seit diese Regierung gebildet wurde, haben wir eine klare Politik in Bezug auf die Sicherheit verfolgt, deren Essenz eine energische Antwort auf jeden Versuch der Schädigung israelischer Bürger ist, und systematische und präventive Maßnahmen gegen den Terror eingeleitet. Diese Politik hat zu zwei Jahren der Ruhe und Sicherheit geführt, und ich denke, alle Israels haben die Früchte dieser Ruhe – sich ohne Angst auf den Straßen zu bewegen – zu erkennen, begrüßen und genießen gelernt. Tatsächlich sind unsere Gemeinden im Süden wieder zum normalen Leben zurückgekehrt, ebenso wie die Einwohner des Nordens. Diese Ruhe ist ein großer Segen.

In jüngster Zeit hat es Elemente gegeben, die versucht haben, diese Ruhe zu stören. Sie versuchen, unsere Entschlossenheit und die Standhaftigkeit unseres Volkes zu testen. Sie werden lernen, dass die Regierung, die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und die israelische Öffentlichkeit den eisernen Willen haben, den Staat und seine Bürger zu verteidigen. Wir werden energisch, verantwortungsbewusst und umsichtig handeln, um die Ruhe und die Sicherheit aufrechtzuerhalten, die hier während der vergangenen beiden Jahre geherrscht haben.“

Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Meron Reuben, hat sich erneut brieflich an den Präsidenten des UN-Sicherheitsrates, Li Baodong, gewandt:

„Dieser sehr beunruhigende Anschlag folgt auf einen in den letzten Tagen zu verzeichnenden Anstieg terroristischer Aktivitäten von Seiten der Hamas und anderer palästinensischer Terrororganisationen, die gezielt israelische Zivilsten angreifen. Heute Morgen feuerten palästinensische Terroristen im Gaza-Streifen zwei Katyusha-Raketen des Typs Grad auf Be‘er Sheva ab, die größte Stadt in Südisrael, in der mehr als 200 000 Menschen leben. Eine dieser Raketen landete mitten in einem Wohngebiet in der Stadt, wobei ein Mann verletzt und umliegende Gebäude, darunter eine Synagoge, beschädigt wurden.“

„Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklungen erwartet Israel vom Sicherheitsrat, dem UN-Generalsekretär und der internationalen Gemeinschaft, all diese Anschläge mit sehr klaren Worten zu verurteilen und den Terroristen und ihren Förderern, die den Konflikt eskalieren lassen wollen, eine dezidierte Botschaft zu übermitteln. Der Sicherheitsrat und die internationale Gemeinschaft müssen auch der Verhinderung des Schmuggels von Waffen in den Gaza-Streifen mehr Aufmerksamkeit widmen.“

Den vollständigen Brief gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/Foreign+Relations/Israel+and+the+UN/Issues/Israel_complaint_UN_Jerusalem_bombing_Grad_23-Mar-2011.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 23.03.11)

Reaktionen aus Deutschland

Bundesaußenminister Guido Westerwelle:

“Diesen perfiden Anschlag verurteile ich auf das Schärfste. Für solche Taten gibt es keine Rechtfertigung. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl sind bei den Menschen in Jerusalem. Den zahlreichen Verletzten wünsche ich baldige Genesung. Terror und Hass dürfen die Bemühungen um Frieden und Ausgleich in der Region nicht gefährden.“

(Auswärtiges Amt, 23.03.11)

Reinhard Robbe, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) reagierte mit „Trauer, Entsetzen und Fassungslosigkeit“ auf den Anschlag.

„Die Gewalttaten gegenüber israelischen Zivilisten haben der Welt wieder einmal vor Augen geführt, dass nicht nur in etlichen arabischen Staaten, sondern auch in Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten der Frieden alles andere als stabil ist.“

http://www.deutsch-israelische-gesellschaft.de/dig_information/110324_pm_anschlag.html

(DIG, 24.03.11)

Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, verurteilte den Bombenanschlag als „feigen Mordanschlag auf Unschuldige“:

„Nachdem der islamische palästinensische Dschihad die Verantwortung für die Raketenangriffe übernommen und den heutigen Bombenanschlag in Jerusalem begrüßt hat, müsste jedem, auch bei uns hier in Deutschland, klar sein, dass Terroristen niemals Partner für einen Frieden sein können.“

http://www.zentralratdjuden.de/de/article/3243.html

(Zentralrat der Juden in Deutschland, 23.03.11)

Auch die Jüdische Gemeinde zu Berlin verurteilte den „barbarischen Terrorakt“:

„Wir sind zutiefst bestürzt. Dieser Anschlag ist ein schwerer Rückschlag für die Friedensbemühungen im Nahen Osten.“

(Jüdische Gemeinde zu Berlin, 23.03.11)

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