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Iran profitiert von Unruhen im Nahen Osten

6. April 2011 · Keine Kommentare · Allgemein, Iran, Sicherheit

Der ehemalige US-Sicherheitsberater Jim Jones warnt davor, dass der Iran derzeit unbemerkt sein Atomprogramm vorantreiben kann, da die Weltöffentlichkeit auf die Umbrüche in anderen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens schaut. „Man hört nicht mehr viel über ihr Atomprogramm, da alle auf andere Länder fokussiert sind“, erklärte Jones gegenüber CNN. „Man kann jedoch darauf wetten, dass der Iran auf alles Einfluss nimmt und in jedem einzelnen der Länder eine Rolle spielen will (…) Der Iran ist vor Ort und hetzt die Stimmung auf“, fügte Jones hinzu.

Jones war während der ersten zwei Jahre von Obamas Amtszeit der Nationale Sicherheitsberater. Er rief dazu auf, die Friedensverhandlungen weiterzuführen, auch da ein solcher Schritt zu großer Verärgerung auf Seiten des Iran führen würde. Jones wies jedoch weiter darauf hin, dass es keine Verbindung zwischen dem israelisch-palästinensischen Konflikt und den Unruhen in der arabischen Welt gebe.

(Ynetnews, 03.04.11)

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich vor kurzem ebenfalls zum Thema Iran geäußert. Der Zentralratspräsident Dieter Graumann kritisierte gegenüber dem Handelsblatt das Verhalten der Bundesbank, die eine Mittlerrolle bei einem iranisch-indischen Ölgeschäft gespielt haben soll: „Dass viel zu viele deutsche Firmen nach wie vor und ungerührt ihre widerwärtigen Geschäfte mit dem iranischen Terror-Regime betreiben, dem amtierenden Weltmeister in Sachen Holocaust-Leugnung, ist leider eine Tatsache und weiterhin eine himmelschreiende Schande“, sagte Graumann.

Weiterhin forderte der Zentralratspräsident die Schließung der Europäisch-Iranischen Handelsbank (EIH): „Diese Bank gehört nicht in die deutsche Bankenwelt, diese Bank gehört verboten“, sagte Graumann. „Schon lange ist bekannt, dass dieses Institut ein Instrument und Handlanger des Teheraner Regimes ist, dass die fanatischen Mullahs dort mit großen Finanzmitteln versorgt, mit denen diese wiederum Hass, Terror, Tod und auch das dortige Nuklearprogramm finanzieren.“ Gerade deutsche Stellen hätten sich bislang „geradezu beharrlich geweigert“, diese Bank auf die schwarze Liste der EU zu setzen. „Wenn nun in Deutschland endlich diese Haltung korrigiert würde, wäre das allerdings mehr als angebracht“, sagte Graumann.

Den Artikel im Handelsblatt gibt es hier

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