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Zwei Palästinenser gestehen Mord an israelischer Familie

18. April 2011 · Keine Kommentare · Allgemein, Sicherheit, Terror

Mehr als fünf Wochen nach dem „Massaker von Itamar“ haben die israelischen Sicherheitskräfte das Attentat auf eine jüdische Familie offenbar aufgeklärt. Zwei palästinensische Jugendliche gestanden nach ihrer Festnahme den fünffachen Mord. Sie zeigten keinerlei Reue und sagten im Verhör, sie hätten einen Terroranschlag auf Israelis verüben wollen.

Die beiden Verdächtigen stammen aus der Ortschaft Awarta, zwei Kilometer von der Siedlung Itamar in Samaria entfernt. Der 18-jährige Hakim Masen Awad besucht die Oberschule. Sein Vater war aktives Mitglied der „Volksfront für die Befreiung Palästinas“ (PFLP) und lange Zeit in Israel inhaftiert. Ein Onkel war 2002 an einem Attentat in Itamar beteiligt – ein Jahr später starb er bei Zusammenstößen mit israelischen Truppen. Der zweite Tatverdächtige ist der 19-jährige Student Amdschad Mahmad Awad, berichtet die Tageszeitung „Jediot Aharonot“. Sie sind nicht miteinander verwandt.

Die Sicherheitskräfte hatten zahlreiche Palästinenser befragt. Am 5. und 10. April wurden die beiden Verdächtigen, die der PFLP nahe stehen, festgenommen. Sie hatten drei Tage vor dem Anschlag versucht, Waffen bei einem PFLP-Anhänger in ihrem Dorf zu erwerben. Er weigerte sich jedoch. Daraufhin beschlossen sie den Ermittlungen zufolge, sich mit Messern nach Itamar zu begeben.

Am 11. März durchschnitten sie gegen 21 Uhr den Schutzzaun und drangen maskiert in die Siedlung ein. Zunächst brachen sie in ein Wohnhaus ein, das aber leer war. Dort stahlen sie ein M-16-Gewehr, Handschellen und eine kugelsichere Weste, bevor sie ins benachbarte Haus der Familie Vogel eindrangen. Durch die Kinder hätten sie sich nicht von ihrer geplanten Tat abschrecken lassen, sagten die Verdächtigen im Verhör.

Den vierjährigen Elad und den elfjährigen Joav ermordeten die beiden Palästinenser direkt nach dem Einbruch. Die nächsten Opfer waren die Eltern Ruth und Udi. Diese kämpften mit ihren Mördern und erlagen schließlich ihren zahlreichen Schussverletzungen. Anschließend entwendeten die Attentäter ein weiteres Gewehr.

Als sie das Haus verlassen wollten, sahen die Attentäter draußen einen Streifenwagen und fürchteten ihre Entdeckung. Das drei Monate alte Baby Hadas fing im selben Augenblick an zu weinen. Nach eigenen Angaben töteten sie die Kleine, damit diese nicht die Aufmerksamkeit der Polizisten auf sie ziehen konnte. Doch wenn sie die beiden anderen Kinder bemerkt hätten, hätten sie nach eigener Aussage nicht gezögert, auch diese umzubringen.

Nach dem fünffachen Mord kehrten die beiden Jugendlichen nach Erkenntnissen der Ermittler zu Fuß in ihr Dorf zurück und berichteten dem Onkel Salah Awad ausführlich von der Tat. Sie baten ihn um Unterstützung. Er habe ihnen geholfen, die Waffen und die blutverschmierte Kleidung zu verstecken. Die Waffen gab er später an einen Mann in Ramallah weiter. Dieser wurde festgenommen, als die Gewehre in seinem Besitz gefunden wurden.

Offenbar haben die mutmaßlichen Täter eigenständig gehandelt und keine Anweisungen befolgt. Dies wird noch untersucht. Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes Schabak sagten, es sei eine der „schockierendsten, kältesten, erbarmungslosesten und ausführlichsten Beschreibungen“, die sie je zu hören bekommen hätten. Fünf Angehörige der Verdächtigen wurden festgenommen.

Das Haus der Familie Fogel nach dem Attentat

Amdschad wollte nach eigener Darstellung den „Märtyrertod sterben“. Dies habe ihn in seiner Entschlossenheit gestärkt. Die mutmaßlichen Mörder machten keinen Unterschied zwischen den Eltern und den Kindern – sie sprachen nur von einer „Tat gegen fünf jüdische Israelis“.

Die Ortschaft Awarta hat 8.000 Einwohner und ist bekannt als Brutstätte für den Terror. Nach der israelischen Festnahmewelle hatten die Bewohner das Attentat verurteilt. Nun warf Ortschaftsratsleiter Kais Awad im israelischen Armeesender den Ermittlern eine „Politik der Kollektivstrafe“ gegen Awarta vor. „Wir stellen den zweifelhaften israelischen Zugang in Frage und fordern eine internationale Untersuchung“, sagte er. „In den letzten 35 Tagen haben die Israelis die Ermittlungen nach ihren eigenen Bedingungen geführt, und sie konnten Beweismaterial nach ihren Bedürfnissen vorweisen.“ Er fügte hinzu: „Der Mord an Kindern ist inakzeptabel.“

Quelle: Israelnetz

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