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Netanyahu: Hamas hält sich nicht an internationale Standards

27. Juni 2011 · Keine Kommentare · Allgemein, Gaza, Gilad Shalit, Hamas, Sicherheit

Bei der Kabinettssitzung am Sonntag erklärte Ministerpräsident Binyamin Netanyahu:

„Gestern war der fünfte Jahrestag der Entführung von Gilad Shalit. Er wird von einem brutalen Feind, der Hamas, festgehalten, der sich weigert, auch nur die minimalen Anforderungen der internationalen Vereinbarungen und humanitären Bedingungen einzuhalten. Hamas hat nicht einen einzigen Besuch des Roten Kreuzes gestattet. Shalit wird unter menschenunwürdigen Bedingungen festgehalten, und wir alle kennen das Leid seiner Familie. Ich denke, dass die gesamte Nation und jeder gerechte Mensch auf der Welt über die Handlungen der Hamas empört ist.

Der Staat Israel ist bereit, für die Freilassung Gilads sehr weit zu gehen, weiter als jedes andere Land, jedoch liegt es in meiner Verantwortung, auch die Sicherheit und das Leben des israelischen Volkes zu bedenken.

Wir haben einen Vorschlag vom deutschen Vermittler erhalten. Dieser Vorschlag war für den israelischen Staat hart, er war nicht einfach. Dennoch haben wir zugestimmt, ihn anzunehmen, im Glauben, dass er einen Mittelweg darstellt zwischen unserem Wunsch, Gilads Freilassung zu erreichen und möglichen Schaden am Leben und der Sicherheit des israelischen Volkes zu verhindern. Im Moment erwarten wir noch die offizielle Antwort der Hamas auf den Vorschlag des deutschen Vermittlers.“

In Paris demonstrierten derweil am Sonntag 400 Menschen vor dem Rathaus für die Freilassung Gilad Shalits, der neben der israelischen auch die französische Staatsbürgerschaft innehat.

„Nirgendwo auf der Welt ist jemals so viel Zeit vergangen, bis man Nachricht von einem Gefangenen erhalten hat. Seine Eltern haben seit zweieinhalb Jahren keine Nachricht mehr von ihm. Sie wissen noch nicht einmal, ob er überhaupt noch lebt“, so Pierre Aidenbaum , Bürgermeister des Dritten Arrondissements.

Gil Tayeb, Präsident der Allianz für Israel (ASI) erklärte: „Wir rufen die französische Regierung und die Medien dazu auf, sich für Frieden einzusetzen. Wir wollen, dass sie die Hamas dazu zwingen, internationales Recht zu achten und den Staat Israel anzuerkennen.“

Veranstaltung in München

Fotos: Marina Maisel

Die Jugendlichen des Jugendzentrums Neshama der Israelitischen Kultusgemeinde München wollten nicht länger untätig sein und beschlossen eine Aktion, um die deutsche Bevölkerung auf das Schicksal Gilad Shalits und auf die Illegalität seiner Gefangenschaft aufmerksam zu machen. Sie informierten tausende Menschen auf dem Münchner Marienplatz am Tag vor diesem traurigen Jubiläum, verteilten einen Flyer mit der Geschichte Gilads, Infomaterialien, Aufkleber und sammelten hunderte von Unterschriften für eine Petition an das Internationale Komitee des roten Kreuzes, die Vereinten Nationen und Amnesty International mit der Aufforderung sich stärker für die Freilassung Gilads einzusetzen. Auch viele Luftballons die an die Passanten verteilt wurden, trugen diese Botschaft durch die ganze Stadt.

Aufgrund des großen Erfolges dieser Aktion, die auch von anderen Jugendzentren in der gesamten Bundesrepublik unterstützt wurde, haben sich die Veranstalter vorgenommen die Aktion zu wiederholen. Sie hoffen allerdings, dass dies nicht nötig sein wird, da Gilad hoffentlich bald wieder in Freiheit bei seiner Familie ist.

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