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Remembering Steve Jobs

6. Oktober 2011 · 2 Kommentare · Allgemein, Vermischtes


Von Rabbi Shimshon Nadel

Die Nachricht über den Tod des Apple-Gründers und Vorsitzenden Steve Jobs verbreitete sich im Internet genauso schnell wie die ersten Berichte über das neue iPhone 4S. Der Mann, über den US-Präsident Obama sagte, er sei „einer von Amerikas größten Erfindern – mutig genug, um anders zu denken, kühn genug, um zu glauben, dass er die Welt ändern kann, und talentiert genug, um dies umzusetzen“ wurde von der Welt geliebt.

Ich war traurig über seinen Tod. Nicht wegen meiner Sucht nach meinem MacBook, iPhone und iPad – ohne Zweifel einige der revolutionären Technologien, die er in den vergangenen Jahren designte. Sondern weil er eine Inspiration war. Er hatte Leidenschaft, Schwung und eine Vision, was heutzutage schwer zu finden ist. Und er hat mich inspiriert.

Anfang der 1980er Jahre, als ich noch ein Kleinkind war, hat Steve Jobs die Welt mit dem Macintosh revolutioniert – einem der ersten kommerziell erfolgreichen Personal-Computer. Mit seinem Design, seiner Größe, seiner leicht zu bedienenden Benutzeroberfläche und der Mouse änderte er die Art und Weise, wie wir mit Computern umgehen. Jobs hatte die Welt erobert.

Doch der Erfolg hielt nicht lange an. 1985 wurde Jobs bei Apple gefeuert. Darüber sagte er später folgendes: „Die Schwere des Erfolgs wurde durch die Leichtigkeit des Anfängers ersetzt, alles war weniger sicher. Das hat mich befreit und führte zu einer der kreativsten Phasen meines Lebens.“ Und es war genau diese Unverwüstlichkeit, die es Jobs erlaubte wieder aufzustehen, aus der Versenkung hervorzukommen und vollkommen neu anzufangen. Als er 1996 zu Apple zurückkehrte, belebte er die Firma neu und führte eine Reihe von Produkten ein, die erneut unsere Wahrnehmung von Technologie änderten. Und Jobs eroberte wieder die Welt.

Ich glaube, dass man sich an Jobs vor allem wegen seines kreativen Genies erinnern wird. Er war der Edison unserer Zeit. Es war ihm eine innere Notwendigkeit zu erneuern, und diese neuen Erfindungen mit der Welt zu teilen. Er wollte mit seiner Gabe die Menschheit verbessern.

Der Geist der Kreativität ist zentral im Judentum. Uns wurde aufgetragen herauszufinden, was in der Welt fehlt, und dann den Beitrag zu ihrer Perfektion zu leisten. Rabbi Joseph B. Soloveitchik schrieb einst: „Der Gipfel der religiös-ethischen Perfektion, den das Judentum anstrebt, ist der Mensch als Schöpfer.“ Wenn wir etwas schaffen, streben wir unserem Schöpfer nach und „werden ein Partner des Allmächtigen in der Fortführung und Perfektionierung Seiner Schöpfung. So wie der Allmächtige während der sechs Schöpfungstage konstant das Reich der Existenz weiterentwickelte und verbesserte, so müssen die Menschen diese Schöpfung vervollständigen und den Geltungsbereich von Chaos und Bedeutungslosigkeit in eine perfekte und wunderschöne Realität umwandeln.“

Dadurch, dass uns Steve Jobs neue Wege der Kommunikation, des Teilens und Denkens gab, hat er eine „wunderschöne Realität“ geschaffen.

Jobs ist während der zehn Tage der Reue und Umkehr gestorben, also in einer Zeit, in der das jüdische Volk in sich geht und reflektiert. Wir betrachten unsere individuelle Lebensaufgabe und wie wir unser einzigartiges Potenzial ausschöpfen können. Wir werfen einen genauen Blick darauf, wer wir sind und wer wir sein können. Das Leben und das Erbe von Steve Jobs lehrt uns, was ein Mensch erreichen kann.

Rabbi Shimshon Nadel lebt in Jerusalem, wo er die Yeshivat Torat Haaretz leitet. Bevor er nach Israel zog, war er Rabbiner in Nebraska und Connecticut.

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