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64 Jahre nach dem UN-Teilungsplan

29. November 2011 · 4 Kommentare · Allgemein, Friedensverhandlungen, Geschichte, Politik

 

Am 29. November 1947, heute vor 64 Jahren, nahm die Generalversammlung der Vereinten Nationen mit einer Mehrheit von 33 zu 13 Stimmen den Plan über die Teilung des Britischen Mandatsgebiets Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat an. Damit wurde die Grundlage für die Errichtung des unabhängigen Staates Israel gelegt. Es war das erste Mal in der Geschichte, dass die Staatengemeinschaft per Abstimmung über die Errichtung eines neuen Staates in ihrer Mitte entschied.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die historischen Hintergründe und die Bedeutung der Resolution 181.

Sitzung der UN-Generalversammlung am 29.11.1947 (Foto: GPO Archiv)

Die Geschichte der UNGA Resolution 181  

Im Februar des Jahres 1947 übergab Großbritannien das seit 1917 unter britischer Kontrolle stehende Mandatsgebiet Palästina an die Vereinten Nationen (UN). Die UN gründeten daraufhin den Sonderausschuss „Special Commission on Palestine“ (UNSCOP), der über die politische Zukunft Palästinas entscheiden sollte. UNSCOP schlug die Gründung zweier Staaten vor – einen arabischen und einen jüdischen – mit Jerusalem unter internationaler Verwaltung.

Die jüdische Bevölkerung war zwar unzufrieden mit der Größe des ihr zugesprochenen Landes (besonders im Gegensatz zu den Versprechen des Völkerbunds von 1922) und mit dem internationalen Status Jerusalems, willigte jedoch in den Kompromiss ein. Die arabischen Einwohner des Mandatsgebiets lehnten den UNSCOP-Vorschlag dagegen kurzerhand ab. 

Die UN-Generalversammlung stimmte über den Teilungsplan ab, und am 29. November 1947 verabschiedete die Generalversammlung die Resolution 181 mit 33 zu 13 Stimmen und 10 Enthaltungen.

Die Phase nach der UNGA Resolution 181

Die Ablehnung des Teilungsplans durch die Araber war nicht nur ein politischer Akt, sondern mündete in breitangelegten Terroranschlägen gegen die jüdischen Einwohner. Nachdem Israel am 14. Mai 1948 seine Unabhängigkeit verkündete, fielen fünf arabische Armeen in den jüdischen Staat ein, um ihn zu zerstören. Die jüdische Bevölkerung wehrte sich zwar erfolgreich gegen das Vorhaben der Araber, „die Juden ins Meer zu treiben“, doch der Preis dafür war hoch: 1% der Gesamtbevölkerung überlebte den Krieg nicht.

Die arabische Bevölkerung des Mandatsgebietes litt ebenfalls unter ihrer Weigerung, den Teilungsplan anzunehmen. Viele folgten den Aufforderungen ihrer Anführer und flohen, andere verließen das Land, nachdem sie in die Kämpfe verwickelt worden waren. Die große Zahl derjenigen, die in Israel blieben, erhielt die volle Staatsbürgerschaft mit gleichen Rechten. Nichtsdestotrotz war ein palästinensisches Flüchtlingsproblem entstanden. Und es wird bis heute von den arabischen und palästinensischen Führungen künstlich aufrechterhalten, während das jüdische Flüchtlingsproblem (das ähnliche Ausmaße hatte) von dem neugeborenen jüdischen Staat gelöst wurde.

Am Ende des Krieges hatte Ägypten die Kontrolle über den Gazastreifen, Jordanien kontrollierte das Westjordanland. Keiner von beiden hielt es für nötig, in den 19 Jahren, während derer sie die Gebiete kontrollierten, einen palästinensischen Staat zu errichten.

Die UNGA-Resolution 181 zeigte den Willen der internationalen Gemeinschaft, einen jüdischen Staat zu gründen, für eine Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen musste Israel jedoch zunächst die notwendigen Standards erfüllen. Nachdem der Sicherheitsrat seine Zustimmung gegeben hatte, wurde Israel am 11. Mai 1949 als 59. Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen.

Die Feierlichkeiten auf den Straßen Tel Avivs am 29.11.1947 (Foto: GPO Archiv)

Die Bedeutung der Resolution 181

Die Resolution 181 besteht aus drei zentralen Elementen, die ihre Bedeutung bis heute beibehalten haben:

–          Mit der Resolution 181 erkennt die internationale Gemeinschaft an, dass das jüdische Volk einen eigenen Staat verdient hat, einen jüdischen Staat in seinem historischen Heimatland.

–          Die Resolution fordert die Gründung von zwei Staaten für zwei Völker – einem jüdischen und einem arabischen –zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan, um die nationalen Bestrebungen der jeweiligen Bevölkerungen zu erfüllen. Diese Formel ist auch weiterhin die Position Israels bezüglich der Friedensverhandlungen. Die Araber des Mandatsgebiets weigerten sich jedoch, einen Staat anzuerkennen, da dies bedeutet hätte, einen Kompromiss einzugehen. Auch heute weigern sich die Palästinenser weiterhin, Kompromisse auf dem Weg zum eigenen Staat zu machen. Damals und heute kann ein palästinensischer Staat nicht ohne Kompromiss- und Verhandlungsbereitschaft gegründet werden.

–          Die Weigerung der arabischen Bevölkerung des Mandatsgebiets, die Resolution anzunehmen zeigt, dass sie kein Interesse an einem eigenen Staat haben, solange dies die Existenz eines jüdischen Staates an ihrer Seite bedeutet.  Dieser Widerstand gegen die Existenz eines jüdischen Staates im Nahen Osten ist der Kern des Konflikts. Auch heute weigert sich die palästinensische Führung, Israel als jüdischen Staat anzuerkennen. Diese Weigerung steht jeder möglichen Lösung des Konflikts im Weg.

Wenn sich die Palästinenser 1947 entschlossen hätten, einen Kompromiss einzugehen, hätte das Leiden auf beiden Seiten verhindert werden können. Es ist nicht zu spät zu direkten Verhandlungen zurückzukehren, um eine bessere Zukunft für beide Völker zu schaffen.

(Außenministerium des Staates Israel, 29.11.2011)

 

Animiertes Video über den UN-Teilungsplan (Englisch)

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4 Kommentare bisher ↓

  • Wagner,Monika

    Ja, zum Glück haben wir die Verheißungen aus der Bibel, was die Menschen auch beschließen, Gott steht zu seinem Wort!!! Nach Psalm 83 können die Heiden auch toben, Gott lacht!!!
    Jes. 41.12-13
    Monika Wagner

  • Der UN-Teilungsplan | Eva-Lottas's Blog

    […] November 2011 · Keine Kommentare · Allgemein, Friedensverhandlungen, Geschichte, […]

  • Martin Sigrüner

    Cooles Video – all in a nutshell. Ich hoffe dass es einen Weg gibt den nächsten sich abzeichnenden Krieg noch zu vermeiden.

  • Jürgen Fleischer

    Es ist traurig und bedrückend wieviel Leid, sowohl auf jüdischer als auch auf israelischer Seite, durch die starre, kompromisslose Haltung der Araber entstanden ist und weiter entstehen wird.

    Es ist bedrückend, dass die Weltöffentlichkeit diese arabischen Großmachtbestrebungen nicht nur toleriert, sondern sie teilweise sogar unterstützt.

    Es ist bedrückend, dass Deutschland sich nicht entschieden und unterstützend an die Seite Israels stellt und die nationalistischen Bestrebungen sogar noch teilweise moralisch unterstützt.

    Es ist bedrückend, dass in Mitteleuropa und besonders auch in Deutschland, der Judenhass soweit verbreitet ist, wie die jüngste Studie ergeben hat.

    Jeden Tag bete ich zu IHM für Israel und seine Bewohner: Der HERR möge sie schützen und ihnen Kraft und Stärke für die täglichen Bedrohungen geben.

    Jeden Tag bete ich zu Ihm für die Araber: Der HERR möge sie schützen und Ihnen Kraft und Stärke für die rechte Einsicht und Kompromissfähigkeit geben.

    Jeden Tag bete ich für Frieden in Nahost.

    Mehr kann ich nicht tun mit meinen schwachen Kräften.

    Shalom
    Jürgen Fleischer

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