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Science-Fiction wird Realität: Mit neuer Brille immer online sein?

26. Januar 2012 · 3 Kommentare · Allgemein, Wirtschaft, Wissenschaft

 

Mit dem technischen Fortschritt wurden unsere Gadgets seit Jahren immer kleiner, doch die Vorstellung, dass wir bald gar keine Bildschirme mehr benötigen, also weder Computer, noch Laptop, Tablet oder Smartphone, um ständig online zu sein, schien bisher unmöglich.

Die israelische Firma Lumus will das ändern: Mithilfe der so genannten „Light-guide Optimal Element“ (LOE)-Technologie hat Lumus ein Produkt entwickelt, das wie eine etwas sperrige Sonnenbrille aussieht und mit dem der Nutzer gestochen scharfe bunte Bilder sehen kann, ohne seine Umwelt aus dem Blick zu verlieren.

Experten aus verschiedenen Bereichen wie Militär, Chirurgie und Luftfahrt nutzen bereits Produkte wie dieses. Doch die revolutionäre Neuerung ist, dass die Sicht des Nutzers mit der PD-18-2-Brille nicht blockiert ist, sondern er durch die lichtdurchlässigen Gläser einen „erweiterten Blick“ genießt, erklärt der Hersteller. So könnten die Nutzer ihre Emails checken, Filme schauen oder Spiele spielen, während sie ihren alltäglichen Verrichtungen nachgehen.

Das funktioniert, indem die Bildelemente von einem Mikro-Bildschirm gesammelt und dann auf das Auge projiziert werden, wo sie als großes Bild in SVGA-Auflösung wahrgenommen werden.

Die Brille funktioniert mit der sogenannten "Light-guide Optical Element Technologie"

Nach der erfolgreichen Anwendung der ersten Generation PD-18-2-Brillen im militärischen Bereich freue man sich nun darauf, die neue Version auf den Markt zu bringen, erklärte Eli Glikman, ein Vertreter von Lumus. „Unsere neuen Displays bieten eine höhere Helligkeit, höhere Kontraste und schärfere Bilder“, so Glikman.

Doch die mögliche Verbreitung der Lumus-Brillen auf dem Verbrauchermarkt ruft bei High-Tech-Experten gemischte Reaktionen hervor. Denn obwohl diese Brille als tragbares GPS-System extrem hilfreich sein könnte, sehen Experten die Gefahr der Ablenkung im Straßenverkehr und bezeichnen die Brille bereits als „Downside of Technology“. So seien Fußgänger schon heute vermehrt gefährdet, wenn sie sich mit ihren Smartphones beschäftigen anstatt auf die Straße zu achten. Diese Brille würde das noch verschlimmern, da sie dem Nutzer eine falsche Sicherheit vorspiele: Der Nutzer denkt, er nehme seine Umwelt durch die Brille ausreichend wahr, doch tatsächlich konzentriert er sich nur auf das Geschehen auf dem Bildschirm und wird so zur Gefahr im öffentlichen Raum.

(Quelle: NoCamels)

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3 Kommentare bisher ↓

  • Mister Spex

    Vor- und Nachteil liegen manchmal nah bei einander. Bleibt abzuwarten, ob die Brille angenommen wird. Sicher ist es ein weg in die richtige Richtung. Wenn eine solche Brille dann noch in die Elektronik des Autos integriert werden kann, um zum Beispiel gefahren eher zu erkennen, wäre das sicher ein enormer Fortschritt.

  • Markus

    Ich kann mir bislang nicht so gut vorstellen, dass sie tatsächlich gut ankommt, aber die Zeit wird es zeigen und wenn doch, dann ist es eine sehr gute Entwicklung, die man beobachten sollte.

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