Botschaft des Staates Israel in Berlin

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60 Jahre erste Mission des Staates Israel in Deutschland

16. Oktober 2013 · Keine Kommentare · deutsch-israelische Beziehungen

Gedenkplakette (Foto: Botschaft)Anlässlich des 60. Jahrestages der Eröffnung der ersten Mission des Staates Israel in Deutschland wurde am 15. Oktober eine Gedenktafel am Gebäude in der Ottostraße 85 – dem Sitz der Synagogen-Gemeinde Köln – enthüllt. Im Anschluss lud Oberbürgermeister Jürgen Roters zu einem Empfang ins Historische Rathaus der Stadt Köln ein. Botschafter a.D. Mordechay Lewy, ehemaliger Gesandter in Deutschland, erinnerte in einem Vortrag an die Meilensteine der Beziehung zwischen Köln und Israel. Er begann mit den Worten: „Wir gedachten den Anfang einer wunderbaren Freundschaft, auch wenn die ersten Schritte traumatisch belastet waren. Seitdem haben sich die Beziehungen  zu einem engen,  ja intimen  Verhältnis fortentwickelt.“

Yakov Hadas-Handelsman, Botschafter des Staates Israel, Mordechay Lewy, Botschafter a.D., und Abraham Lehrer, Vorstandsmitglied der Synagogen-Gemeinde Köln, trugen sich im Rahmen des Empfangs in das Gästebuch der Stadt Köln ein. Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Diskussionsrunde („Town Hall Meeting“) zwischen Oberbürgermeister Jürgen Roters, dem Gesandten der Israelischen Botschaft, Emmanuel Nahshon, sowie Kölner Schülerinnen und Schülern, die an Austauschprogrammen zwischen den Partnerstädten Köln und Tel Aviv-Yafo teilnehmen.

v.l.n.r. Oberbürgermeister Jürgen Roters, Botschafter Yakov Hadas-Handelsman, Abraham Lehrer (Foto: Y. Shermayahu)

v.l.n.r. Oberbürgermeister Jürgen Roters, Botschafter Yakov Hadas-Handelsman, Abraham Lehrer (Foto: Y. Shermayahu)

Köln ist Sitz der ältesten, schriftlich dokumentierten jüdischen Gemeinde nördlich der Alpen und war Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts Sitz wichtiger zionistischer Organisationen. Botschafter Yakov Hadas-Handelsman unterstrich an diesem Tag voller Begegnungen die Einzigartigkeit der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel: „Gerade in Köln manifestiert sich diese enge Beziehung zwischen unseren beiden Staaten. Es besteht ein enger Austausch im Bereich der Städtepartnerschaft zwischen Köln und Tel Aviv-Yafo, aber auch in anderen Bereichen wie Kultur und Jugendaustausch kommen viele Kölner und Israelis zusammen.“ Die Städtepartnerschaft wurde 1979 offiziell geschlossen, aber schon 1960 reisten unter schwierigen Bedingungen die ersten Schüler aus Köln zu einem Jugendaustausch nach Israel.

Kölns Oberbürgermeister Roters hob hervor, dass viele der Grundsteine für die heutigen guten Beziehungen in Köln gelegt wurden. Die Kölner Stadtgeschichte ist für ihn wie ein Spiegelbild der wechselvollen Historie zwischen Christen und Juden, sowie Israelis und Deutschen. „Die Geschichte zwischen unseren beiden Völkern ist nicht Vergangenheit. Sie bleibt Gegenwart. Sie trennt nicht, sondern verbindet uns. Wenn wir heute mit der Enthüllung einer Gedenktafel an die Einrichtung der ersten Mission des wenige Jahre zuvor gegründeten Staates Israel erinnern, blicken wir nicht nur zurück, sondern verabreden uns auf die vor uns liegende gemeinsame Zukunft, in der das Existenzrecht des Staates Israel in der internationalen Völkergemeinschaft hoffentlich bald so selbstverständlich sein wird wie das Existenzrecht jedes anderen Mitglieds der Vereinten Nationen.“ Er fuhr fort, dass es „fast an ein Wunder grenzt, dass Israel nach all den Schrecken die Hand als Zeichen der Versöhnung ausgestreckt hat. Wir haben die Hand ergriffen, haben die Hand festgehalten und werden sie auch weiterhin festhalten.“

Botschafter Hadas-Handelsman trägt sich ins Gästebuch der Stadt Köln ein. Im Hintergrund v.l.n.r. Emmanuel Nahshin, Gesandter der Botschaft, Abraham Lehrer, Oberbürgermeister Jürgen Roters, Mordechay Lewy,  Botschafter a.D.

Botschafter Hadas-Handelsman trägt sich ins Gästebuch der Stadt Köln ein. Im Hintergrund v.l.n.r. Emmanuel Nahshon, Gesandter der Botschaft; Abraham Lehrer; Oberbürgermeister Jürgen Roters; Mordechay Lewy, Botschafter a.D.

2015 wird sich die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel zum 50. Mal jähren. Doch schon wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Shoa stimmten die Regierungen beider Länder darin überein, dass nur die bilaterale Kooperation zu einer gemeinsamen Zukunft führen kann. Das Resultat war die Eröffnung der Israelischen Mission in Köln im Jahr 1953 unter Leitung von Felix Shinnar. Seine diplomatische Mission: die Wiederaufnahme und Aufrechterhaltung eines produktiven Dialogs mit der deutschen Regierung.

Botschafter Yakov Hadas-Handelsman verfasste einen Beitrag zur Geschichte der israelischen Mission in Köln, der im Kölner Anzeiger erschienen ist.

(Botschaft des Staates Israel/Stadt Köln, 15.10.13)

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