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Update zur Konfrontationskampagne der Hamas im Gaza-Streifen (6.4.2018)

6. April 2018 · 3 Kommentare · Gaza, Hamas, Palästinenser, Terror

Auch für vergangenen Freitag, den 6. April 2018, kündigte die Hamas eine neue Eskalation der Gewalt an. Durch ihre Kanäle in den sozialen Medien rief sie seit Tagen zuvor Aktivisten dazu auf, Molotow-Cocktails vorzubereiten und Autoreifen zum Verbrennen zu sammeln. Sie rief zusätzlich dazu auf, dass große Menschenmengen zum Grenzzaun marschieren und dass Scharfschützen auf IDF-Soldaten feuern sollten.

Die gegenwärtige Konfrontation am Grenzzaun zwischen Hamas-Kämpfern und Israel, die am  Freitag, den 30. März 2018, begann (- lesen Sie hier den Blogbeitrag vom 31.3.18 – ) und bis zum 15. Mai 2018 andauern soll, ist ein von der Hamas geplanter und initiierter, gewalttätiger Angriff gegen Israel mit dem Ziel, den Zaun zu durchbrechen und israelisches Territorium zu infiltrieren.

Lesen Sie hier eine Zusammenfassung zu den Entwicklungen rund um die Unruhen am 6. April. 

Seit dem Morgen des 6.4. versammelten sich an verschiedenen Stellen entlang des Zauns neben den Menschenmengen auch Terroristen. Diese setzten Reifenberge in Flammen und brachten sich hinter den Rauchschwaden in Stellung. Diese Aktionen waren in keiner Weise lediglich friedliche Proteste.

 

 

Im Rahmen der Unruhen heizten Hamasführer die Situation weiter an.

Der Leiter des politischen Büros der Hamas Ismail Haniyeh sagte: „Am Freitag (30.3.) haben wir an der Grenze Halt gemacht, das nächste mal wissen wir nicht, wo die Grenze sein wird.“
Der Hamasführer Yahya Sinwar kündigte an, dass sie „weiterkämpfen werden, bis die Grenze verschwunden ist“. Er forderte die Bewohner Gazas auf, „die Lebern von Israelis zu essen, wenn sie Hunger haben“. 

Die Hamas wies ihre Kämpfer an, sich zu maskieren, um nicht identifiziert werden zu können, trainierte mit ihnen das Simulieren von Schussverletzungen und bezahlen die Kämpfer entsprechend ihrer Verwundungen.

 

Die Hamas ist eine Terrororganisation, deren erklärtes Ziel es ist, Israel zu zerstören, Israelis mit Raketen und Sprengsätzen zu ermorden und Terrortunnel in israelisches Gebiet zu graben.

Seit über einer Dekade Hamas-Herrschaft wird die Bevölkerung in Gaza unterdrückt, es besteht keine Meinungsfreiheit und es geschehen keine öffentlichen Aktionen, ohne dass die Hamas diese genehmigt und unterstützt.

Es handelt sich demnach eindeutig nicht um spontane Demonstrationen. 

Hamas-Terroristen, teils scharf bewaffnet, mischen sich unter die Menschen, hetzen die Demonstranten auf, stiften zu Angriffen auf israelische Soldaten beispielsweise mit Schusswaffen entlang des Zaunes auf und platzieren Sprengsätze – so geschehen am vergangenen Freitag.

Die Terroristen ziehen zynischen Nutzen aus den Zivilisten als menschliche Schutzschilde, indem sie Frauen und Kinder absichtlich zum Zaun schicken, um verletzt oder als menschliche Schutzschilde für terroristische Aktivitäten missbraucht werden.

Es sind keine Störungen der öffentlichen Ordnung, wie sie normalerweise von Zeit zu Zeit an verschiedenen Orten vorkommen. Diese Konfrontationskampagne ist dahingehend kalkuliert, um einen aggressiven, gewalttätigen Mob zu kreieren – bewaffnete Hamas-Terroristen inmitten -, die den Zaun durchbrechen sollen.

Nach Prüfung durch die IDF und die Sicherheitsdienste waren die überwiegende Mehrheit der Getöteten während der Unruhen letzter Woche bekannte und aktive Mitglieder von Terrororganisationen waren.

Israelische Soldaten schießen nicht in die Menge, sondern nehmen gezielt Terroristen ins Visier. Israels einziges Interesse ist es, seine Grenzen und seine Bürger zu schützen, nicht Unschuldigen zu schaden. 

Kein Land der Welt würde eine konzertierte Bedrohung seiner Grenzen durch eine Terrororganisation unbeantwortet lassen.

Die internationale Gemeinschaft, insbesondere jene Staaten, die die Hamas als Terrororganisation gelistet haben, müssen diese gewalttätigen Angriffe auf Israels Grenze verurteilen und die Hamas auffordern, ihre eigene Bevölkerung zu gefährden.

Die wirtschafliche Lage, unter der die Einwohner des Gaza-Streifens leiden, ist das Resultat des Hamas-Regimes, das Milliarden Dollar darauf verwendet, Israel zu zerstören, statt es in das Wohlergehen seiner Bürger zu investieren. Die gegenwärtige Konfrontationskampagne kostet Gazas Wirtschaft viele Millionen Dollar. Darüberhinaus hat die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) im vergangenen Jahr der Hamas wirtschaftliche Sanktionen auferlegt, die Gehaltszahlungen und Stromlieferungen zurückhalten. 

In Zeiten der Not richten sich Proteste der Bevölkerung normalerweise gegen das herrschende Establishment. Im Gaza-Streifen jedoch schicken jene, die für die Situation verantwortlich sind, ihre Bevölkerung in Konfrontationen mit Israel.

Statt dass die Menschen aus Gaza gegen Israel demonstrieren, sollten sie gegen ihre eigene Führung demonstrieren und von ihr fordern, sie mit Medikamenten und Bildung zu versorgen, statt in Raketen und Terrortunnel zu investieren.

 

 

In diesem Video sehen Sie, wie die Hamas sich auf die neue Unruhenwelle vorbereitete:

 

So bereitet die Hamas sich vor

Auch für diesen Freitag plant die Hamas wieder gewalttätige Proteste an der Grenze. Das Video zeigt, wie die Organisation sich vorbereitet.

Gepostet von Israel in Deutschland am Mittwoch, 4. April 2018

 

 

 

Krise in Gaza – der israelische Standpunkt
Op-Ed von UN-Botschafter Danny Danon 

 

Der ständige Vertreter Israels bei den Vereinten Nationen, Botschafter Danny Danon, hat in einem Brief an den Herausgeber der New York Times in drei Punkten die israelische Sicht auf die Lage im Gazastreifen dargelegt. In dem Brief heißt es:

 

Erstens haben wir uns im August 2005 vollständig aus dem Gazastreifen zurückgezogen, einschließlich aller israelischen Einwohner, Häuser, Fabriken und Synagogen. Wir sind für das Wohl der Menschen im Gazastreifen nicht verantwortlich.

In den Jahren nach dieser sogenannten Abkopplung sind Milliarden Dollar an Hilfsgeldern in den Gazastreifen geflossen. Statt das Leben der dortigen Palästinenser zu verbessern, hat die Hamas, die international als Terrororganisation anerkannt ist, diese Gelder veruntreut und dazu verwendet, Raketen zu bauen und Terrortunnel zu graben; all dies mit dem Ziel, israelischen Zivilisten zu schaden.

Zweitens sind die Einschränkungen, denen der Gazastreifen obliegt, nicht der Grund für die dortige Lage, sondern ein Ergebnis der Weigerung der Hamas, der Gewalt abzuschwören. Dies ist nicht die Bedingungen Israels, sondern jene der USA, der EU und den UN, die im Rahmen des Nahostquartetts erklärt wurden. Gäbe es keinen Terror, gäbe es auch keine Einschränkungen.

Und zuletzt verläuft der Zaun, der im Laufe der vergangenen Woche angegriffen wurde, zwischen einem unabhängigen, demokratischen Staat und einer blutrünstigen, terroristischen Entität. Unsere Sicherheitskräfte haben umsichtig gehandelt, und der größte Teil derer, die getötet wurden, waren Terroristen, die als Mitglieder der Hamas identifiziert werden konnten.

Dies waren keine ‚friedlichen Proteste‘. Wie wir den [UN]-Sicherheitsrat bereits in der vergangenen Woche gewarnt hatten, hatten sich bewaffnete Terroristen unter die Protestierenden gemischt, und es wurden zahlreiche Versuche unternommen, den Grenzzaun zu durchbrechen. Jeder, der Israel kritisiert, muss sich selbst fragen, welche Reaktion er von den Sicherheitskräften seines eigenen Landes erwarten würde, wenn mit Gewehren und Molotowcocktails bewaffnete Terroristen auf die Grenzen seines Landes zumarschieren würden.

Die Hamas hat erklärt, dass sie sich weiterhin hinter Frauen und Kindern verstecken wird und weitere Angriffe auf unser Hoheitsgebiet plant. Es ist der Gipfel an Scheinheiligkeit, wenn die internationale Gemeinschaft Israel kritisiert und gleichzeitig die wahren Faktoren ignoriert, die den unschuldigen Menschen im Gazastreifen Schmerz und Leid zufügen.“

 

 

 

 

Die israelische Koordinierungsbehörde für die Kooperation der israelischen Regierungsaktivitäten mit den palästinensischen Gebieten COGAT (Coordinator of Government Activities in the Territories) hat im Vorfeld der Konfrontationskampagne der Hamas Telefonate mit Busunternehmern im Gaza-Streifen geführt. Die Telefonate beinhalteten die Position Israels, dass das Heranfahren von Demonstranten an den Grenzzaun eine aktive Unterstützung des Terrors der Hamas gegen Israel darstellt.
Dabei stellte sich heraus, dass die Busunternehmer von der Hamas unter Druck gesetzt werden. Bei Weigerung würden die Fahrer sogar inhaftiert und durch Fahrer der Hamas ersetzt werden.
COGAT legt mit dem Mitschnitt eines solchen Telefonates den Beweis vor, dass die Terrororganisation nicht vor Drohungen, Verhaftungen und Beschlagnahmung zurückschreckt. Die Hamas, die behauptet, die gewalttätigen Ausschreitungen seien spontan, wird so ein weiteres Mal entlarvt, wie sie palästinensische Zivilisten missbraucht, um konzertiert Terror gegen Israel auszuüben.

Lesen Sie hier die Übersetzung einer Sequenz eines Telefonats.

 

 

 

 

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3 Kommentare bisher ↓

  • #Greatreturnmarch – Die kommen nicht zum Cafe-hafuch trinken | israelkompetenzkollektion

    […] Mehr zu den offiziellen Informationen, auf welch gezielte, besonnene und alles andere als unproportionale Weise Israel reagierte und die Terroristen aus den Menschenmengen indentifizierte, die keine Zivilisten sondern Terroristen waren, in diesen Beiträgen auf dem Blog der israelischen Botschaft: „Zur Konfrontationskampagne der Hamas im Gazastreifen“ „Update zur Konfrontationskampagne der Hamas am Gazastreifen“ […]

  • Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

    […] „Marsch der Rückkehr“-Proteste: – tw24 nimmt die Stellungnahme des Auswärtigen Amts auseinander. – Die Ruhrbarone haben Arye Sharuz Shalicar zur Lage am Gazastreifen interviewt. – Die Schweiz hat ich zum Marsch der Rückkehr geäußert – leider wie nicht anders zu erwarten rein gegen Israel gerichtet, wie Pierre Heumann berichtet. – Was läuft da wirklich am Gazastreifen? Tapfer im Nirgendwo hat ein Update. […]

  • Herzen für Israel - haGalil

    […] Aktuelle Informationen zur Lage an der Grenze zum Gazastreifen auf dem Blog der Botschaft […]

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