Botschaft des Staates Israel in Berlin

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Karikaturen als Zeichen der Verachtung

4. Februar 2016 · Antisemitismus, Iran, Kommentar

von Hillel Newman

Cartoon des vergangenen Holocaust-Karikaturen-Wettbewerbs

Cartoon des vergangenen Holocaust-Karikaturen-Wettbewerbs

Der Direktor des Cartoon- und Karikaturenhauses in Teheran, Massoud Tabatabai, hat am 16.12. verkündet, dass der Iran einmal mehr einen internationalen Karikaturenwettbewerb abhalten wird, der den Holocaust verspottet. Das i-Tüpfelchen des Wettbewerbs ist eine neue Kategorie, deren Hauptzweck die Verhöhnung des israelischen Ministerpräsidenten ist. Er soll im Juni 2016 mit der Hilfe und Unterstützung der Stadtverwaltung Teherans stattfinden. Der Wettbewerb ist hoch dotiert. Für den Sonderpreis sind 50.000 US-Dollar versprochen – für den ersten Platz 12.000 US-Dollar, für den zweiten Platz 8000 US-Dollar und für den dritten Platz 5000 US-Dollar.

Es kann davon ausgegangen werden, dass der Iran wegen der versprochenen Aufhebung der Sanktionen – das Ergebnis der gemeinsamen Nuklearvereinbarung (JCPOA) – volle Kassen erwartet. Also haben die Mächtigen etwas „Sinnvolles“ gefunden, das sie mit ihrem Geldsegen anstellen können.

Dies ist nicht das erste Mal, dass sie so einen Wettbewerb veranstalten. Sie haben das auch im April 2015 getan und nach Angaben der Internetseite der Veranstaltung haben sich damals 300 Menschen aus ungefähr 50 Ländern daran beteiligt. Bezugnehmend auf den damaligen Stichtag für die Einsendungen erklärte der Direktor des Karikaturenhauses: „Da der erste Tag im April der Tag der Lügen ist, ist es angemessen einen Karikaturenwettbewerb durchzuführen, der sich über den Holocaust lustig macht, der eine der größten Lügen ist.“ Also ist der Wettbewerb keine reine Spaßveranstaltung, sondern er verbreitet absichtlich auch politische und ideologische Untertöne. Die Holocaustleugnung und Verspottung des israelischen Ministerpräsidenten sind wesentlicher Bestandteil der politischen und ideologischen Konnotationen. [Ganzer Artikel →]

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Wo landen die Hilfsgelder für Palästinenser?

27. Januar 2016 · Palästinenser

von Tzipi Hotovely

Tzipi Hotovely

Tzipi Hotovely

Ein oft zitierter Schlüssel zum Frieden zwischen Israel und den Palästinensern ist die wirtschaftliche Entwicklung. Aus diesem Grund scheint es ein breites Verständnis für die Notwendigkeit der Ausweitung der Entwicklungshilfe zu geben, um den Palästinensern zu helfen, die physische und soziale Infrastruktur aufzubauen, die das Entstehen einer tragfähigen und blühenden Gesellschaft ermöglicht. Aber wenige haben ernsthaft hinterfragt, wie viel Geld überwiesen wird und wie es genutzt wird.

Solch eine Unterstützung wird nur dann den Frieden voranbringen, wenn sie genutzt wird, um Toleranz und Koexistenz zu fördern. Wenn sie eingesetzt wird, um Unnachgiebigkeit zu verstärken, dann schadet sie mehr, als dass sie nützt – und je mehr Hilfe hineingeht, desto schlimmer ist das Ergebnis. Das ist genau das, was in den vergangenen Jahrzehnten passiert ist. Große Summen ausländischer Hilfszahlungen wurde genutzt, um Terroristen zu unterstützen und die Feindseligkeit zu verstärken. [Ganzer Artikel →]

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Britischer Abgeordneter: Wie man palästinensischen Kindern NICHT hilft

11. Januar 2016 · Antisemitismus, Palästinenser, Terror

von Andrew Percy

Während ich diesen Artikel schreibe, sitzt neben mir auf meinem Schreibtisch eine Stoffpuppe – ein maskierter Palästinenser mit einem Stein in der erhobenen Hand. Vergangenen Monat beschlagnahmte Israel 4000 dieser Puppen im Hafen von Haifa. Sie waren für die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) bestimmt, wo die PA diese Puppen an ihre jüngsten Bürger verteilt hätte.

Im Artikel erwähnte palästinensische Puppe

Im Artikel erwähnte palästinensische Puppe

Die Puppen ermutigen palästinensische Kinder, Steine auf Israelis zu werfen. Anstiftung zur Gewalt ist alltäglich in den palästinensischen Gebieten und  kommt dem psychischen Missbrauch von Kindern gleich. Die Puppe ist nur das jüngste Beispiel des Hasses und Missbrauchs, der gegen Israel, oder vielmehr gegen Juden, gerichtet ist und regelmäßig in palästinensischen Schulbüchern und offiziellen Fernsehprogrammen der Autonomiebehörde für Kinder erscheint. Nicht weniger als 25 Schulen sind Berichten zufolge nach palästinensischen Terroristen benannt, die israelische Zivilisten angegriffen und getötet haben. [Ganzer Artikel →]

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Redefreiheit im Internet schließt nicht das Recht auf Anstiftung zur Gewalt ein

7. Januar 2016 · Antisemitismus, Palästinenser, Sicherheit, Terror

Nach den Anschlägen auf die Redaktion von Charlie Hebdo in Frankreich wurde es populär, die berühmten Worte von George Bernard Shaw zu zitieren: „Mord ist die extreme Form der Zensur“. Aber der zweite Teil des Zitats, der weniger bekannt ist, ist gleichfalls von Bedeutung: „…und es ist schwer eine Anstachelung zu ihm [dem Mord] zu rechtfertigen mit der Ablehnung von Zensur.“

Tzipi Hotovely

Tzipi Hotovely

Shaws Standpunkt bezieht sich auf die wohlbekannte Tatsache, dass jede Freiheit, die ins Extreme getrieben wird, aufhört eine Freiheit zu sein, wenn sie einen anderen beeinträchtigt. So wie es auch im bekannten englischen Sprichwort „Das Recht, seinen Arm zu schwingen, endet an der Nase eines anderen“ ausgedrückt wird. Es ist notwendig festzulegen, was Aufwiegelung und Hetze im Internet sind, und dagegen vorzugehen, sogar wenn dies bedeutet, das Recht auf freie Meinungsäußerung einzuschränken. [Ganzer Artikel →]

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Israels Position zu den EU-Kennzeichnungsrichtlinien

11. November 2015 · In eigener Sache, Stellungnahmen

 

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Während die Kennzeichnungsrichtlinien, die von der EU als rein „technische Maßnahmen“, die den europäischen Verbraucher schützen sollen, vorgestellt werden, gibt es keinen Zweifel darüber, dass die Maßnahmen hauptsächlich dazu dienen, politischen Druck auf Israel auszuüben. Nachdem die Vorbereitung der Kennzeichnungsrichtlinien mehr als drei Jahre unabgeschlossen war, zwingt sich angesichts der jüngst erfolgten Verabschiedung die Frage auf, warum die EU entschied, dass es jetzt geschehen muss.

Es ist nicht tolerierbar, dass Israel das einzige Land ist, dass von der EU für eine solche Maßnahme herausgegriffen wird, trotz des Umstandes, dass es über 200 umstrittene Gebiete weltweit gibt. [Ganzer Artikel →]

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48 Jahre nach Resolution 242: Der Eckpfeiler des arabisch-israelischen Friedensprozesses

11. November 2015 · Araber, Friedensverhandlungen, Gaza, Geschichte, Jerusalem, Jordanien, Kommentar, Palästinenser, Politik, Sicherheit, UN

In einem Kommentar erklärt Dr. Dore Gold, der Generaldirektor des israelischen Außenministeriums, die Bedeutung der UN-Resolution 242 für den Friedensprozess in Nahost.

„Angesichts der Vielzahl internationaler Vorschläge dazu, wie man den Friedensprozess im Verlauf der kommenden Monate neu in Bewegung bringen könne, ist es an der Zeit, sich genau daran zu erinnern, welche Rechte Israel im territorialen Konflikt über die Zukunft der West Bank gegenüber den Palästinensern hat.

Diese Rechte wurden zum ersten Mal in der äußerst bekannten und für den Friedensprozess bedeutenden Resolution der UN verankert – Resolution 242 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen. Der Jahrestag  dieser Resolution fällt in diesen Monat. Der erste Entwurf wurde am 7. November 1967 vorgelegt, wohingegen die endgültige Fassung von allen 15 Mitgliedern des Sicherheitsrates am 22. November desselben Jahres einstimmig verabschiedet wurde. Diese Resolution ist für den Friedensprozess heute relevanter denn je. [Ganzer Artikel →]

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Yair Lapid spricht bei Gala-Dinner von Israel Allies Foundation

9. November 2015 · 50 Jahre Israel - Deutschland, Antisemitismus, Araber, Christen, deutsch-israelische Beziehungen, Friedensverhandlungen, Geschichte, Hamas, Holocaust, Palästinenser, Politik, Sicherheit, Syrien, Terror, UN, Wirtschaft

Die Israel Allies Foundation lud am Sonntag, den 8. November, zum Gala-Dinner nach Berlin ein. Als Hauptredner  trat der Knesset-Abgeordnete und frühere israelische Minister Yair Lapid auf. Weitere Redner waren neben den Veranstaltern und Kooperationspartnern unter anderem Botschafter Yakov Hadas-Handelsman und Eliot L. Engel, Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus und Vorsitzender des ICJP (International Council of Jewish Parlamentarians).

Das Gala-Dinner fand im Rahmen der Europa-Konferenz der Israel Allies Foundation statt. Parlamentarier aus ganz Europa trafen sich mit Diplomaten, Experten, Vertretern von Nichtregierungsorganisationen, Unternehmern und anderen, um über relevante Themen mit Bezug zu Israel zu sprechen.

In seiner Rede sagte Yair Lapid:

“Ich möchte Sie dazu ermuntern, sich kurz etwas vorzustellen.

Stellen Sie sich vor, dass Sie ein 64 Jahre alter Mann sind. Ein netter, sanfter Mann. Ein Mann, der niemals jemanden verletzt hat.

Während Sie Auto fahren, beachten Sie das Tempolimit, da Sie ein gesetzestreuer Mensch sind. Sie hören sich im Radio Mozart an. Es läuft die Serenade Nummer 13 in G-Dur, besser bekannt als „Eine kleine Nachtmusik“.

So fuhren Sie an jenem Morgen. So fuhren Sie auf dem hinweg. Das Radio läuft.
Alles ist ruhig.
Dann, plötzlich, ein Knall. Ein riesiger Stein, eine Steinplatte, die jemand warf, um zu töten, zerschmettert die Windschutzscheibe, zerschmettert Ihr Gesicht und Sie sterben auf der Straße. Ohne Grund. [Ganzer Artikel →]

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Kommentar: Journalismus gegen alle Regeln

12. Oktober 2015 · Araber, Armee, deutsch-israelische Beziehungen, Hamas, In eigener Sache, Jerusalem, Journalismus, Kommentar, Politik, Religion, Sicherheit, Terror

Auf so eine Überschrift muss man erst mal kommen. Da sticht ein Palästinenser auf ein jüdisches Ehepaar ein, mitten in der Altstadt von Jerusalem, die heraneilenden Polizisten eröffnen das Feuer auf den außer Kontrolle geratenen Messerstecher, um sich und andere Zivilisten zu schützen. Auch der britische Sender BBC berichtete über diesen Mordanschlag auf zwei Zivilisten vergangene Woche, doch beim BBC wählte man die Überschrift: „Palestinian shot dead after Jerusalem attack kills two“. Es ist gar nicht so leicht, diese verquere Überschrift ins Deutsche zu übertragen, sie klingt etwa so: „Palästinenser erschossen nachdem Angriffe in Jerusalem zwei Menschen töteten.“ Stellen wir uns kurz vor, in einer deutschen Innenstadt würde ein Ehepaar mitten auf der Straße erstochen – und die Zeitungen im Ausland würden sich in der Überschrift vor allem dafür interessieren, dass Polizisten zur Verteidigung auf den Angreifer geschossen haben anstatt über den wahren Horror zu berichten, der geschehen ist: ein Mord mitten auf der Straße. Gewöhnlich würde kein Journalist infrage stellen, wie hier die Nachricht zu lauten hat.

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In diesen Tagen rollt eine Welle der Gewalt über Israel. Und wieder scheinen in einigen Redaktionen andere Gesetze zu gelten – das beobachten wir auch bei einigen deutschsprachigen Medien. Die britische BBC immerhin korrigierte ihre Überschrift nach mehrfacher Beschwerde durch das israelische Government Press Office (GPO) und schrieb, wenn auch zögerlich, eine Schlagzeile über den Artikel, die selbstverständlich gewesen wäre: „Jerusalem: Palästinenser tötet zwei Israelis in der Altstadt“.

Besonders verstörend: in diesem Fall war es eindeutig, von wem die Gewalt ausgegangen war. Wenn nicht einmal in solchen Fällen klar darüber berichtet wird, wie soll es dann erst aussehen, wenn die Lage für die Journalisten zunächst verworren ist?

Auch in deutschsprachigen Medien finden wir erneut Beispiele für Verzerrungen, viele aufgebrachte Leser schicken der israelischen Botschaft in Berlin in diesen Tagen Beispiele. Auch Bloggern entgeht der zuweilen verbreitete Unsinn nicht. So meldete Focus Online: „Weitere Messerattacken in Israel: sechs Verletzte“ und verschweigt in der Überschrift, dass es Israelis waren, die angegriffen wurden. Der österreichische ORF berichtet: „Fünf Palästinenser bei neuer Gewalt in Nahost getötet“ und hält dem flüchtigen Leser damit vor, dass es sich bei dem abstrakten Begriff „neue Gewalt“ ganz konkret um bewaffnete Angriffe auf israelische Bürger handelt. Die Rheinische Post entblödet sich nicht, in einer Schlagzeile von „jüdischen Racheakten“ zu sprechen und lässt die Frage offen, ob damit das klischeehafte „Auge um Auge“ gemeint ist oder schlicht die Stigmatisierung des „Jüdischen“ überhaupt als Rachereligion. Da mag es beinahe trösten, dass zahlreiche Medien in dieser Woche ein Bild von auf der Straße betenden Muslimen mit der Unterschrift „gläubige Juden“ versahen – hier handelt es sich offenkundig um Unwissenheit in den Redaktionen – die allerdings auch gefährlich sein kann.

Nach einem Terrorangriff in Jerusalem am 8. Oktober

Nach einem Terrorangriff in Jerusalem am 8. Oktober

Interessanter wird es, wenn deutlicher formuliert wird, wer die Schuld an der Eskalation trägt. So hören wir im Deutschlandfunk unter dem Titel „Bilder, die einen Aufstand befeuern“, dass die israelische Gesellschaft verroht sei. Mehr noch:  „Die [israelische Gesellschaft] verroht, weil sie vom eigenen Militär geprägt ist, einer Besatzungsarmee, deren Soldaten mit immer größerer Brutalität gegen die Steinwerfer vorgehen.“ Dass sich die Armee immer wieder gegen Angriffe verteidigen muss und deshalb auf Abschreckung setzt, wird nicht erklärt. „Das sind die Bilder, die einen Aufstand befeuern. Eine Umkehr, weg von der Gewalt, zurück zur Politik, wird Israel immer schwerer fallen.“

Die Israelis haben also selber Schuld an der Brutalität der Angriffe auf sie – so muss man den Kommentar im Deutschlandfunk wohl verstehen. Dabei wäre auch die von der Öffentlichkeit in Israel längst geführte Debatte über angemessene Mittel beim Vorgehen gegen Angriffe  mit legitimen journalistischen Mitteln zu transportieren. Eine offene Diskussion darüber gibt es, wie in jeder funktionierenden Demokratie, auch in israelischen Medien und auch die „Welt“ informiert ihre Leser über das „Dilemma“ der Sicherheistkräfte.

Und anders als der Kommentar im „Deutschlandfunk“ erinnert etwa die Korrespondentin Susanne Knaul in einem Bericht für die „Berliner Morgenpost“ daran, woran sich die jüngsten Gewalttaten überhaupt entzündet haben: „Unruheherd der aktuellen Krise ist der Tempelberg, der schon voriges Jahr im Zentrum heftiger Auseinandersetzungen stand. Israels Regierung hatte mehrfach versichert, nicht am Status quo zu rühren, trotzdem hält sich das Gerücht unter Palästinensern, Israel wolle die Muslime von dort vertreiben.“

Wer solche „Gerüchte“ eigentlich streut und damit Menschen gegen israelische Bürger aufhetzt – das wird in einigen Artikeln in deutschen Medien so auffällig verschwiegen, dass es kein Versehen sein kann.

(Botschaft, 12.10.15)

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Israels Position zur aktuellen Situation

7. Oktober 2015 · Jerusalem, Palästinenser, Religion, Sicherheit, Terror

Seit dem jüdischen Neujahr, dem Beginn der Zeit der Hohen Feiertage im Judentum, erleben wir eine erneute Terrorwelle und Gefährdung der öffentlichen Sicherheit in Jerusalem sowie in Judea und Samaria. Die täglichen und auch tödlichen Terrorangriffe auf Juden sind ein direktes Ergebnis der Aufhetzung durch islamistische Gruppen und Terrororganisationen und werden angestachelt und unterstützt von Offiziellen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA).

Israel betont, dass es weiterhin dem Status quo auf dem Tempelberg verpflichtet ist und jedem den Zugang zu ihm und anderen heiligen Stätten sichert. Allein im letzten Jahr sind 4 Millionen Zutritte von Muslimen auf den Tempelberg, ca. 200.000 Christen und 12.000 Juden verzeichnet worden.

Zugleich jedoch haben Radikale in der Al-Aksa-Moschee Steine, Rohrbomben und Sprengstoff angesammelt und missbrauchen diesen heiligen Ort als Kampfschauplatz. Da sie von dort aus Angriffe auf den niedriger gelegenen Platz vor der Klagemauer angreifen können, der insbesondere an den jüdischen Feiertagen von zahlreichen Gläubigen aufgesucht wird, unternehmen die israelischen Polizeikräfte alles, um dies zu verhindern.

In den sozialen Medien der PA und in Aussagen von Offiziellen der PA werden zur Aufhetzung Falschaussagen über Israels Absicht, den Status quo zu ändern, getätigt, werden religiöse Motive zur Aufstachelung missbraucht und die Attentäter von Terroranschlägen verherrlicht. PMW hat hier nur einige Beispiele zusammengetragen.

Die internationale Gemeinschaft sollte die Hetze der Palästinenser verurteilen und die Palästinenser und insbesondere die PA dazu aufrufen, alle Arten von Gewalt und Terror zu verurteilen und zu unterbinden.

Lesen Sie hier die Stellungnahme des Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu.

Unterdessen trauert Israel um die jüngsten Opfer des Terrors: Eitam Henkin, Naama Henkin, Aharon Bennett und Nehemia Lavi​. Unsere Gebete und Gedanken sind bei den Waisenkindern, ihren Familien und Freunden und auch bei den Überlebenden und Verletzten der täglichen Terrorangriffe.

Die IDF und Polizei konnte unterdessen die Hintermänner des Attentates vom 1. Oktober festnehmen.

 

Präsident Rivlin sprach am Donnerstag (8.10.) zur Foreign Associated Press und sagte:

“Wir sitzen hier jetzt einige hundert Meter von der Jerusalemer Altstadt entfernt; heilig für gläubige Menschen, wichtig für Studenten der Geschichte und momentan im Mittelpunkt des Interesses ihrer Arbeit als Journalisten, die über Israel schreiben. Was in den letzten Tagen und Wochen in der Stadt geschehen ist, bricht einem das Herz und kann nur verachtet werden. Lassen Sie mich deutlich sagen: diejenigen, die die Tragödie zwischen uns in einen religiösen Krieg umkehren wollen, haben Blut an ihren Händen. Immer und immer wieder hören wir Lügen über Israels Absichten in Bezug auf den Tempelberg – der für Juden und Muslime heilig ist. Ich sage noch einmal sehr deutlich, Israel hat keine Absicht den Satus quo zu ändern. Aber dieser Status quo – diese wichtige Verständigung – benötigt zwei Seiten, um sie einzuhalten.“

Präsident Rivlin hob hervor, dass „Israel auch weiterhin das muslimische Gebet in der Moschee und dem Schrein respektieren wird. Aber auch die Muslime müssen die jüdische Verbindung zu Jerusalem akzeptieren, die Juden die in Jerusalem leben und die Juden, die die heiligen Stätten besuchen. Erst dann können wir – Juden, Moslems und Christen – anfangen, so zu leben wie wir es zuvor getan haben, nämlich gemeinsam in der Stadt Jerusalem und im ganzen Heiligen Land.“

Als er über seine Arbeit zu Beginn seiner Präsidentschaft sprach, sagte Rivlin: „Seit meiner Wahl als Präsident des Staates Israel stand oben auf meiner Agenda die Zusammenführung der unterschiedlichen Gemeinden und Völker des Staates Israel; die Schaffung einer friedlichen Sprache für die künftige israelische Gesellschaft; die Sicherstellung, dass jeder aus allen Gemeinden sich als Teil der israelischen Erfahrung, als Teil des israelischen Traums begreift. Dies ist eine soziale Herausforderung, eine wirtschaftliche Herausforderung und eine sicherheitspolitische Herausforderung an unsere Fähigkeit Israel zu Stärken – als ein demokratischer Staat, als jüdischer Staat – als ein Staat der all seinen Bürgern Gelichberechtigung und Frieden garantiert, und dennoch seine nationale Identität als Staat des jüdischen Volkes behält.“

Der Präsident hob hervor, dass „Partnerschaft mit Dialog beginnt. Dialog besteht nicht nur aus Worten, sondern ist die Schaffung von gegenseitigem Verständnis und Respekt. Die Notwendigkeit für den Dialog endet nicht an unseren Toren. Wir und die Palästinenser werden nicht in der Lage sein einen Schritt vorwärts zu gehen, ohne direkt miteinander zu sprechen. Wir und die Palästinenser werden keine Verhandlungen führen können und zu einer Einigung kommen können, ohne das grundsätzliche Vertrauen als Partner zusammen sitzen zu können.“

Lesen Sie hier die vollständige Stellungnahme des Präsidenten Reuben Rivlin.

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Interview mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel

2. Oktober 2015 · 50 Jahre Israel - Deutschland, deutsch-israelische Beziehungen

Im Folgenden lesen Sie das Interview mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel für „Yedioth Ahronot“ vom 2. Oktober 2015

F: Am 12 Mai 1965, Tag der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der BDR und Israel, waren Sie selbst in der DDR fast 11 Jahre alt. Haben Sie damals etwas von der historischen Dimension dieses Tages mitbekommen und wie beurteilen Sie diese Entwicklung heute?

A: Mit fast 11 Jahren und in der damaligen DDR lebend habe ich die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen noch nicht verfolgt. Als ich dann etwas älter war, wurde mir klar, dass die DDR anders als die Bundesrepublik keine Beziehungen zu Israel hatte. In meiner Zeit als Physikerin habe ich darunter gelitten, dass wir Veröffentlichungen israelischer Wissenschaftler nicht direkt bestellen konnten. Wir hatten in der DDR keinen Zugang zu Kopiergeräten. So bat ich amerikanische Wissenschaftler, mir Kopien der Arbeiten israelischer Kollegen zu schicken. Ich war froh, dass nach dem Fall der Mauer die dann frei gewählte Volkskammer sich 1990 gleich daran machte, Beziehungen zu Israel aufzunehmen.

F. Am 12. Mai 2015, 50 Jahre nach Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel, schrieben Kommentatoren in Deutschland über „Freundschaft in Gefahr“, „deutsch-israelische Asymmetrien“, „das Verschwinden des deutschen Verständnis für Israel“. Sogar der Bundespräsident, Herr Gauck, hat seine Sorge darüber geäußert, dass fast die Hälfte der Deutschen eine schlechte Meinung über Israel haben. Teilen Sie diese Sorge, spüren Sie auch eine Gefahr, und was kann man dagegen tun?

A: Gute Beziehungen muss man ständig pflegen, man muss immer wieder miteinander reden, gerade auch wenn man unterschiedlicher Meinung ist. Ich habe zu Beginn meiner Amtszeit die deutsch-israelischen Regierungskonsultationen ins Leben gerufen, die nächste Woche zum sechsten Mal stattfinden. Es ist eine Gelegenheit, sehr konkret über die ganze Breite unserer Beziehungen zu sprechen: zum Beispiel über Wissenschaftskooperation, kulturelle Zusammenarbeit, über Jugendaustausch und die Entwicklungsprojekte, die wir in einigen Ländern gemeinsam durchführen. Wir tun das im Bewusstsein der immer währenden Verantwortung Deutschlands für den Zivilisationsbruch der Shoah und gemeinsamer Werte und Interessen. Israel hat auf vielen Gebieten weltweit eine herausragende Stellung, ich nenne nur die Start Up-Kultur oder wie schon gesagt die Forschung, wo es ja eine sehr intensive Zusammenarbeit mit der deutschen Wissenschaft gibt. Die deutsch-israelischen Beziehungen entwickeln sich ständig weiter. Immer wieder wird dabei klar: Israel ist die einzige wirkliche Demokratie im Nahen Osten. Das zählt, auch wenn wir in einigen Fragen der Siedlungspolitik nicht einig sind und uns wünschen würden, dass auf eine Zwei-Staaten-Lösung hin verhandelt wird.
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