Botschaft des Staates Israel in Berlin

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Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag

27. Januar 2012 · Allgemein, Holocaust

 

Heute wird weltweit der Opfer der Shoah gedacht. Der diesjährige Internationale Holocaust-Gedenktag legt den Fokus auf das Thema Kinder im Holocaust. 1.5 Millionen Kinder wurden während der Shoah ermordet. Einigen gelang es, sich zu verstecken, einige fanden dank Kindertransporten Zuflucht in anderen Ländern. Die Rettung war jedoch die Ausnahme: Viele Kinder dienten in den Vernichtungslagern als Versuchsobjekte für grausame pseudo-medizinische Experimente, andere wurden entweder sofort vergast oder es drohte ihnen Zwangsarbeit bis zum Tod durch Erschöpfung. Vor allem kleine Kinder wurden gleich nach Ankunft in den Lagern in den Tod geschickt.

Der Gesandte und Geschäftsträger der Botschaft des Staates Israel in Berlin, Emmanuel Nahshon, hat zum heutigen Internationalen Holocaust-Gedenktag einen Gastbeitrag für die Tageszeitung “Frankfurter Rundschau” geschrieben.

In den Beitrag heißt es unter anderem:

“[…] In den Jahren 2003 bis 2015 gedenken wir einer Reihe von Ereignissen, die den Titel „70 Jahre…“ tragen und damit den Zeitraum abbilden, der seit den zwölf dunklen Jahren zwischen 1933 und 1945 bis heute vergangen ist.

Im Judentum hat dieser Zeitraum von 70 Jahren eine besondere Bedeutung. […] 70 Jahre stehen laut unserer historischen Überlieferung für „ein Menschenleben“. […]

Ein Menschenleben ist vergangen seit den dunkelsten Stunden in der Geschichte der Menschheit. Die große Mehrheit der Zeugen und der Opfer der Shoa ist nicht mehr unter uns. Schon bald, in einigen Jahren, wird niemand mehr sagen können „Ich war dort“, „Ich habe es gesehen“. Diese Tatsache lädt eine immense Verantwortung auf die Schultern der jüngeren Generationen – in Israel, in Deutschland und anderswo auf der Welt. […] Respekt und Dialog sollten der gemeinsame Nenner all dieser Taten der Erinnerung sein.

[…]

Jedes Mal, wenn wir an einen Namen erinnern und ihn laut aussprechen, ist das eine Ehrerweisung. Wichtig ist dies nicht ausschließlich für das ermordete Opfer, noch wichtiger ist es vielleicht für uns selbst – für uns Juden als Nachkommen der Ermordeten, für die Deutschen und auch für die schwere Verantwortung, die wir gemeinsam tragen.
Einige wenige Deutsche haben in jenen dunklen Jahren den Mut gefunden, sich anders zu verhalten als die große Mehrheit ihrer Mitbürger. […] Sie haben den Lauf der Dinge nicht verändert, doch wir in Israel ehren sie als Helden – sie sind die „Gerechten unter den Völkern“.

Es ist interessant, dass die meisten von ihnen einfache, bescheidene Menschen waren, nicht reich, berühmt oder mächtig. Sie handelten entsprechend ihrer tiefen moralischen Überzeugung. Sie betrachteten sich selbst nicht als außergewöhnliche Menschen – und doch sind sie es. In Zeiten des moralischen Bankrotts, des Fanatismus und des Hasses wird die Verteidigung fundamentaler menschlicher Werte zur Ausnahme. […]

Ein Menschenleben ist vergangen. Israel und Deutschland sind Freunde und Verbündete. Wir gestalten gemeinsam die Zukunft. Wir kooperieren in der Wissenschaft und Technologie. Wir kreieren gemeinsam Kultur und Kunst. Wir teilen dieselben Werte. Wir sind uns in vielem einig. Manchmal gehen unsere Meinungen auseinander. Am wichtigsten ist, dass wir die offenen Wunden der Vergangenheit respektieren und darauf basierend einen Dialog führen, der einen wichtigen Teil unserer Identitäten ausmacht. […]”

Den vollständigen Beitrag Emmanuel Nahshons in der Frankfurter Rundschau finden Sie hier 

Auch Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat bei einer Sondersitzung der Knesset zum Internationalen Holocaustgedenktag eine Rede gehalten. Netanyahu sagte: “Vor sechs Jahren, als der Internationale Holocaust-Gedenktag zum ersten Mal begangen wurde, flogen Flugzeuge der Israelischen Luftwaffe über das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Beim Überflug sagten die Piloten über das Radio: ‘In den Lüften über den Lagern des Grauens steigen wir aus der Asche der Millionen Opfer und tragen ihre stillen Schreie, salutieren ihrem Heldenmut und versprechen, als stolzes Schutzschild für das jüdische Volk und unseren Staat Israel zu dienen.’”

Die vollständige Rede Netanyahus finden Sie hier

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Erinnerung und Lehre: Kommentar zum Internationalen Holocaust-Gedenktag

27. Januar 2012 · Allgemein

 

Von Silvan Shalom

Der Beschluss der UN-Generalversammlung vor mehr als sechs Jahren, den Vorschlag Israels zur Einführung eines internationalen Gedenktages für die Opfer der Shoah anzunehmen, war ein einzigartiger Moment in der Geschichte der Vereinten Nationen. Die Einführung des internationalen Holocaustgedenktages erteilt jeder Form der Holocaustleugnung eine eindeutige Absage. Sie ist eine Ermutigung für Staaten, die Konzentrations- und Vernichtungslager auf ihrem Staatsgebiet als Gedenkstätten zu bewahren und das Auftreten von Fremdenhass und Gewalt gegen Andere aus ethnischen oder religiösen Motiven nicht zu dulden.
Der internationale Gedenktag für die Opfer der Shoah wird in Parlamenten und Schulen weltweit mit offiziellen Gedenkveranstaltungen begangen. Es ist wichtig, dass die Erinnerung an die Shoah und die Opfer auch in den kommenden Generationen bewahrt wird. Unsere Kinder müssen zu einem weiteren Glied in der Kette der Erinnerung werden, die von Generation zu Generation weitergegeben wird.
Als Außenminister Israels zu der Zeit, als die Entscheidung in der UNO verabschiedet wurde, hat mich diese Entscheidung sehr bewegt. Ich fühlte damals wie auch heute noch, dass sich ein Kreis geschlossen hatte und wir einen wichtigen Erfolg erzielt  hatten.  Ich nahm an der Sondersitzung der Generalversammlung zum Thema Shoah teil und habe, gemeinsam mit dem damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan, die Ausstellung zum Vernichtungslager Auschwitz eingeweiht, die bei den Vereinten Nationen gezeigt wird. Mir war klar, dass dieser Schritt eine wichtige Aussage enthält, die nicht nur die Vergangenheit des jüdischen Volkes betrifft sondern auch – und das ist nicht weniger wichtig – Einfluss auf seine Zukunft haben wird.
Die Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft scheint beinahe selbstverständlich. Der Hass gegen Juden überhaupt und der Hass gegen Israel im Besonderen sind auch heute in der Welt präsent. Im Laufe der Jahre ändert sich das Umfeld, die Sprache wird angepasst und die Umstände sind andere – doch der gemeinsame Nenner bleibt immer erkennbar. Es sind derselbe Hass, dieselbe fanatische Rhetorik wie damals, als wir Zeugen dessen wurden, wohin sie führen können.
Der Antisemitismus ist und bleibt ein schreckliches Übel. Es scheint, als hätten viele in der freien Welt schon verstanden, dass dieser Hass, der so böse ist, nicht länger nur ein Problem des jüdischen Volkes und des Staates Israel ist. Jeder Bürger der westlichen Welt ist letztendlich ein Feind dieses zerstörerischen Geistes, und aus diesem Grund sollte jede Nation der freien Welt die Gefahr dieses Übels mit all ihren schwerwiegenden Konsequenzen für unsere Zukunft erkennen.
Nicht nur am offiziellen internationalen Gedenktag, sondern an allen Tagen des Jahres sind die Nationen der Welt verpflichtet, der schrecklichen und unbegreiflichen Ereignisse des Zweiten Weltkrieges zu gedenken. Nur eine Nation, die die Erinnerung an die Schrecken der Shoah bewahrt, an die Säuglinge, Kinder und Alten, an Frauen und Männer, die gefoltert und ermordet, die bei lebendigem Leib verbrannt wurden – nur eine Nation, die all das nicht vergisst, kann im Ernstfall so handeln, wie es angesichts dieses Weges des Hasses und der Hetze auch im 21. Jahrhundert notwendig ist.
Unsere Verpflichtung als Juden für das Gedenken an die Ereignisse der Shoah ist ein untrennbarer Teil unseres Seins, unseres genetischen Codes. Nur wenn wir uns weiterhin erinnern, können wir hoffen, dass wir alles uns Mögliche tun, um sicherzustellen, dass jene, die der Hölle entkommen sind und ihre Nachkommen in einer besseren Welt leben können.
Der Autor ist Minister für regionale Zusammenarbeit und für die Entwicklung des Negev und Galiläas
(Quelle: Yisrael Hayom)

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Bürgermeisterin von Herzliya auf Antrittsbesuch in Leipzig

26. Januar 2012 · Allgemein, deutsch-israelische Beziehungen

 

Seit September 2011 sind Leipzig und Herzliya Partnerstädte, nun besucht Herzliyas Bürgermeisterin Yael German die sächsische Metropole. Eine siebenköpfige Delegation unter Germans Leitung hält sich auf Einladung ihres Amtskollegen Burkhard Jung in der Stadt auf.

Jung und German beim Eintrag in das Goldene Buch (Foto: Stadt Leipzig)

Während des Besuchs traf und trifft die Bürgermeisterin viele engagierte Bürger Leipzigs, die sich um die Freundschaft beider Städte verdient gemacht haben: den Städtepartnerschaftsverein Leipzig-Herzliya, Betreuer von Jugendaustauschprogrammen, Künstler und Vertreter der jüdischen Gemeinde.

Einer der Höhepunkte des Besuchs waren der Eintrag Germans in das Goldene Buch der Stadt Leipzig sowie ihre Rede vor dem Rat der Stadt.

Hier hob sie hervor: “Diese Partnerschaft erfüllt uns mit Stolz – auf menschlicher, nationaler und kommunaler Ebene.” Menschlich sei es wichtig, die Vergangenheit nicht zu vergessen und gleichzeitig in die Zukunft zu blicken. National müsse man trotz einseitiger Meldungen immer die Bedrohung Israels sehen. “Ich betone, dass sich unser Land nach Frieden sehnt.” Sie zeigte dies in ihrer Rede am Beispiel Gilad Shalits auf: “Welches Land, das nicht für Frieden steht, hätte über 1.000 Terroristen freigelassen, um einen Sohn nach Hause zu holen?” Kommunal freue sie sich auf die vielen Dinge, die Leipzig und Herzliya voneinander lernen könnten. “Eine Bereicherung auf vielen Gebieten.”

Auch Oberbürgermeister Jung hob diese für seine Stadt sehr besondere Partnerschaft hervor, auf die seit 2006 stetig hingearbeitet worden war.

Weitere Programmpunkte der israelischen Delegation sind der Besuch der jüdischen Gemeinde, ein Austausch mit Schülerinnen und Schülern, Unternehmensgespräche sowie die Teilnahme an den Feierlichkeiten anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages.

(Botschaft des Staates Israel, 25.01.12)

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Better Place beginnt mit Verkauf

26. Januar 2012 · Wirtschaft, Wissenschaft

 

Das Elektro-Auto-Unternehmen Better Place hat die ersten 100 batteriebetriebenen Autos auf den israelischen Markt gebracht. Better Place wurde von dem ehemaligen SAP AG Vorsitzenden Shai Agassi gegründet und hat in Zusammenarbeit mit Renault SA ein Netzwerk zum Aufladen und Auswechseln von Autobatterien entwickelt. Das Netzwerk wurde bereits in Dänemark und Israel getestet.

„Die erste Verkaufswelle von E-Autos ist der ultimative Beweis dafür, dass der Wandel jetzt beginnt“, erklärte der Better Place-Vorsitzende Moshe Kaplinsky.

Die Belieferung des Marktes soll jetzt in Stufen vor sich gehen. Laut Bloomberg New Energy Finance können aufladbare Hybrid- und Elektro-Autos bis zum Jahr 2020 neun Prozent der Autoverkäufe ausmachen. Bis 2030 könnte der Anteil auf 22 Prozent ansteigen, so Bloomberg weiter.

(Quelle: Business Week)

Video: US-Botschafter Dan Shapiro bei Testfahrt 

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Israel gratuliert Ägypten zur Bildung des neuen Parlaments

26. Januar 2012 · Ägypten

 

Zur Eröffnungssitzung des ägyptischen Parlaments am 23. Januar gratuliert Israel dem ägyptischen Volk zu seinen Bemühungen für Freiheit, Demokratie und wirtschaftlichen Aufschwung.

Wir übermitteln dem neuen Parlament hiermit unsere Wünsche für konstruktive und fruchtbare Arbeit zum Wohle der ägyptischen Bevölkerung.

Wir vertrauen darauf, dass Ägypten weiterhin die Bedeutung von Frieden und Stabilität in unserer Region anerkennen wird.

(Quelle: Außenministerium des Staates Israel)

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Science-Fiction wird Realität: Mit neuer Brille immer online sein?

26. Januar 2012 · Allgemein, Wirtschaft, Wissenschaft

 

Mit dem technischen Fortschritt wurden unsere Gadgets seit Jahren immer kleiner, doch die Vorstellung, dass wir bald gar keine Bildschirme mehr benötigen, also weder Computer, noch Laptop, Tablet oder Smartphone, um ständig online zu sein, schien bisher unmöglich.

Die israelische Firma Lumus will das ändern: Mithilfe der so genannten „Light-guide Optimal Element“ (LOE)-Technologie hat Lumus ein Produkt entwickelt, das wie eine etwas sperrige Sonnenbrille aussieht und mit dem der Nutzer gestochen scharfe bunte Bilder sehen kann, ohne seine Umwelt aus dem Blick zu verlieren.

Experten aus verschiedenen Bereichen wie Militär, Chirurgie und Luftfahrt nutzen bereits Produkte wie dieses. Doch die revolutionäre Neuerung ist, dass die Sicht des Nutzers mit der PD-18-2-Brille nicht blockiert ist, sondern er durch die lichtdurchlässigen Gläser einen „erweiterten Blick“ genießt, erklärt der Hersteller. So könnten die Nutzer ihre Emails checken, Filme schauen oder Spiele spielen, während sie ihren alltäglichen Verrichtungen nachgehen.

Das funktioniert, indem die Bildelemente von einem Mikro-Bildschirm gesammelt und dann auf das Auge projiziert werden, wo sie als großes Bild in SVGA-Auflösung wahrgenommen werden.

Die Brille funktioniert mit der sogenannten "Light-guide Optical Element Technologie"

Nach der erfolgreichen Anwendung der ersten Generation PD-18-2-Brillen im militärischen Bereich freue man sich nun darauf, die neue Version auf den Markt zu bringen, erklärte Eli Glikman, ein Vertreter von Lumus. „Unsere neuen Displays bieten eine höhere Helligkeit, höhere Kontraste und schärfere Bilder“, so Glikman.

Doch die mögliche Verbreitung der Lumus-Brillen auf dem Verbrauchermarkt ruft bei High-Tech-Experten gemischte Reaktionen hervor. Denn obwohl diese Brille als tragbares GPS-System extrem hilfreich sein könnte, sehen Experten die Gefahr der Ablenkung im Straßenverkehr und bezeichnen die Brille bereits als „Downside of Technology“. So seien Fußgänger schon heute vermehrt gefährdet, wenn sie sich mit ihren Smartphones beschäftigen anstatt auf die Straße zu achten. Diese Brille würde das noch verschlimmern, da sie dem Nutzer eine falsche Sicherheit vorspiele: Der Nutzer denkt, er nehme seine Umwelt durch die Brille ausreichend wahr, doch tatsächlich konzentriert er sich nur auf das Geschehen auf dem Bildschirm und wird so zur Gefahr im öffentlichen Raum.

(Quelle: NoCamels)

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Prosor: “Silence is not an option”

25. Januar 2012 · Allgemein, Gaza, Iran, Sicherheit, UN

 

Ron Prosor, der Botschafter des Staates Israel bei den UN, hat am Dienstag bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zur Situation im Nahen Osten eine Rede gehalten. Er betonte die Bedrohung durch einen nuklearen Iran und drängte die internationale Gemeinschaft, aktiv zu werden.

„Der jüngste IAEA-Bericht hat deutlich gemacht, dass der Iran an einem Atomwaffenprogramm arbeitet […] Nur der Druck einer vereinten internationalen Gemeinschaft kann den Iran in seinen nuklearen Bestrebungen aufhalten. […] Israel möchte die jüngsten Schritte der USA, der EU und anderer Staaten in dieser Hinsicht lobend erwähnen. Diese wichtigen Schritte müssen anhand ihrer Ergebnisse bewertet werden. Es ist an der Zeit, dass der Rest der internationalen Gemeinschaft und der UN-Sicherheitsrat sich diesen Bemühungen anschließen.“

Zum Thema Friedensprozess mit den Palästinensern erklärte Prosor: „Das größte Hindernis für den Frieden sind nicht die Siedlungen. Das größte Hindernis für den Frieden ist das so genannte ‚Recht auf Rückkehr‘. (…) Sie werden nie einen Vertreter der Palästinenser von ‚zwei Staaten für zwei Völker‘ sprechen hören.“

„Die Weigerung der Palästinenser, Israel als einen jüdischen Staat anzuerkennen, geht Hand in Hand mit einer Kultur der Aufhetzung in Moscheen, Schulen und den Medien. (…) Ich rede dabei nicht nur von der Hamas im Gazastreifen, sondern auch von der Palästinensischen Autonomiebehörde im Westjordanland, wo man keine Straße entlang gehen kann, ohne Terroristen und der Glorifizierung des Terrorismus zu begegnen“, so Prosor weiter.

„Der Weg zum Frieden ist klar. Die Internationale Gemeinschaft muss den Palästinensern unmissverständlich klar machen, dass unilaterales Vorgehen zu nichts führt und dass direkte Verhandlungen der einzige Weg nach vorne sind.“

„Jeder, der behauptet, die Hamas sei ein Partner für Frieden, sollte einmal den Gazastreifen besuchen. Das Gebiet ist weiterhin eine Abschussrampe für Raketen gegen israelische Zivilisten und Städte. Im vergangenen Jahr wurden 700 Raketen auf Israel abgefeuert, das sind durchschnittlich zwei Raketen pro Tag. (…) Doch der UN-Sicherheitsrat hat noch nicht die Zeit oder den Willen gefunden, eine einzige Silbe der Verurteilung dieser Angriffe zu formulieren. Diese Stille ist betäubend. Keine Bevölkerung sollte unter einer solchen Terrorbedrohung leben müssen. Und von keiner Regierung sollte man erwarten, angesichts solcher Gewalt untätig danebenzustehen“, erklärte Prosor.

Zur vollständigen Rede von Botschafter Ron Prosor auf Englisch

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Die PA redet von Frieden, doch ihre Schulbücher lehren Gewalt

25. Januar 2012 · Allgemein, Bildung, Friedensverhandlungen, Palästinenser

 

Von The Israel Project

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Die Palästinensische Führung redet zwar über Frieden, unterrichtet in ihren Schulen aber das Gegenteil.

Dr. Arnon Groiss, ein Fachmann, der seit über einem Jahrzehnt Inhalte arabischer Schulbücher untersucht, sagte am Montag, dass Bücher, die in palästinensischen Schulen in den Klassen eins bis zwölf genutzt werden, die Legitimität Israels leugnen, Israel und die Juden dämonisieren und den bewaffneten Kampf gegen Israel preisen, anstatt für Frieden zu werben.

Die Bücher, in vielen Fällen finanziert von der UN und der EU, „streiten die Legitimität Israels und die der Präsenz der Juden in diesem Land ab“, sagte Groiss zu Journalisten auf einer Konferenz des Israel Project.

Groiss wies darauf hin, dass die Bücher zum Beispiel die Zweistaatenlösung nicht erwähnen, die dem internationalen Friedensplan „Roadmap“ zugrunde liegt. Stattdessen lernen palästinensische Kinder aus Büchern, die zwischen dem Westjordanland, Gaza und „dem Rest Palästinas [Israel]“, keinen Unterschied machen.

Statt von Friedensgesprächen handeln die palästinensischen Schulbücher allein vom „bewaffnetem Kampf“. Noch verstörender ist laut Groiss die Tatsache, dass „dies ergänzt wird durch die traditionellen islamischen Ideale von Dschihad [heiligem Krieg] und Märtyrertum.“

Die Schulbücher in der übrigen arabischen Welt, die nicht unter der Aufsicht der UN oder EU stehen, gingen sogar noch weiter, sagte Groiss.

„Die Bücher in der arabischen Welt werden nicht von europäischen Ländern finanziert, sie können also schreiben, was immer sie wollen“, sagte Groiss. „In Syrien beispielsweise rufen sie offen zur Vernichtung der Juden auf.“ Die Schulbücher in Saudi-Arabien gehören zu den schlimmsten, was Aufhetzung betrifft: Antisemitische Propaganda ist dort an der Tagesordnung. Und selbst nach 30 Jahren Frieden mit Ägypten, fügte Groiss hinzu, erscheint der Name Israels auf keiner einzigen Landkarte in ägyptischen Schulbüchern.

In der Welt des Internets und der sozialen Medien ist die Situation ebenfalls ernst: Die große Mehrheit der arabischen Quellen strotzt von antisemitischer und anti-israelischer Rhetorik.

„Das Internet ist voll von Seiten, die zu Krieg und Terror aufrufen. Ich würde nicht sagen, dass es überhaupt keine Seiten in der arabischen Welt gibt, die zu Frieden und Toleranz aufrufen. Es gibt einige. Aber im Fall Israels wird ihre Stimme nicht gehört“, sagte Groiss.

(Quelle: The Israel Project)

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Die fünf besten Buchläden Jerusalems

25. Januar 2012 · Jerusalem, Kultur

 

Book Gallery – Das größte Antiquariat Israels und ein MUSS für jeden bibliophilen Israel-Reisenden! Mehr als 500.000 alte und seltene Bücher, darunter eine riesige Sammlung deutschsprachiger Fundstücke, lagern in den verwinkelten Räumen der Book Gallery. Die Mitarbeiter, von denen einige übrigens deutsch sprechen, helfen gerne bei der Suche nach speziellen Büchern.   (Shatz Str. 6, Tel.: 02-623-1087)

Steimatsky – Die größte Buchladenkette des Landes verfügt über eine große Auswahl englischsprachiger Bücher und internationaler Magazine und Zeitungen. Steimatsky-Läden findet man überall in Jerusalem und von Zeit zu Zeit gibt es dort gute Rabatte. (Tel.: 02-625-0155)
M. Pomeranz Bookseller – Der Pomeranz-Laden liegt im Stadtzentrum und verfügt über die größte Sammlung englischsprachiger religiöser jüdischer Literatur: Von bekannten Büchern zeitgenössischer jüdischer Autoren bis zu den unbekannten Werke chassidischer Rabbiner, in denen man bei Kaffee und Kuchen gemütlich stöbern kann. (Be’eri Str. 5, Tel.: 02-623-5559)

Munther’s Book Shop – Der Buchladen im großen American Colony Hotel in Ostjerusalem ist schon seit Generationen populär unter Journalisten, Diplomaten und Schriftstellern aus aller Welt, einschließlich Leon Uris und John Le Carre. Munther’s spezialisiert sich auf die Geschichte, Religion und Kultur der Region und verfügt auch über eine große Auswahl englischsprachiger Bestseller. (Louis Vincent Str. 1, Tel.: 02-627-9777)

Olam Qatan – Dieser kleine Laden verfügt über eine große Auswahl neuer und gebrauchter Bücher zu religiösen Themen auf Englisch. Der Besitzer ist auf diesem Gebiet sehr belesen und hilft seinen Kunden auf der Suche nach dem richtigen Buch gerne weiter.  (Emek Refaim Str. 54, 02-563-7507)

 

(Quelle: Jerusalem Post)

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Rede von Minister Yossi Peled, Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz, 20.1.2012

24. Januar 2012 · Holocaust

 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, verehrte Anwesende,

mein Name ist Yossi Peled. Ich bin Minister in Israel und ehemaliger Generalmajor der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte. Aber heute steht nicht Yossi Peled vor Ihnen, kein Minister und kein ehemaliger Generalmajor der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte.

In diesem Haus, das einen der schrecklichsten Momente in der Geschichte der Menschheit gesehen, gehört und erlebt hat, in diesem Haus, dass so idyllisch an einem See liegt und in dem Millionen von Juden zum Tode verurteilt wurden, ist heute Jeffke Mendelewitsch zu Gast, der Sohn von Sheine und Yankel Mendelewitsch. Das bin ich – der kleine Jeffke, der die Shoah mit seinen eigenen Augen gesehen und ihre Schrecken erlebt hat. Die Jahre des schrecklichen Krieges habe ich als Kind in einem christlichen Kloster in Belgien erlebt. Jeden Tag in der Woche und in jedem Moment wusste ich, dass ich in Gefahr schwebte: Ich wusste, dass wenn mein Geheimnis entdeckt würde, ich im Rauch der Besatzer zum Himmel auffahren würde. Jeder Blick, jedes Mal, wenn ein Fremder mich ansprach, waren für mich wie ein Urteil, wie eine unendliche Reise in einem Zug, der nur in eine Richtung fährt. Das bin ich, der sich bekreuzigt hat, das bin ich, der Kleine, der die guten Kleider für den Kirchgang trägt, das bin ich, der die christlichen Gebete gelernt hat, um nicht anderes zu sein, um nicht in der immer kürzer werdenden Schlange ins Vernichtungslager zu stehen, an deren Ende ein deutscher Offizier nach rechts in den Tod weist und nach links in die Zwangsarbeit bis zum Tod. Und ich bin auch der Junge mit der Baskenmütze und den erhobenen Händen aus dem Warschauer Ghetto.

Freunde,

die Hand meines Vaters hat mich nie gestreichelt, meine Mutter, die aus der Hölle gerettet wurde, hat mich niemals umarmt. Meine Mutter wurde niemals von den Wunden des Schreckens geheilt, bis zu ihrem Tod haben sie das Gesehene, die Geräusche und die Gerüche begleitet, und mein Herz zieht sich zusammen – ich konnte ihr nicht die Hand reichen.

Das bin ich, Jeffke, der in seiner neuen alten Heimat aufgenommen wurde, im Land Israel. Aus Jeffke Mendelewitsch wurde Yossi Peled, und aus einem belgischen Jungen im Kloster wurde ich zum Soldaten mit der Kennnummer 459809 bei den Israelischen Verteidigungsstreitkräften. Jeder israelische junge Mann erinnert sich an den Tag seiner Einberufung als einen der bedeutendsten Tage in seinem Leben. Für mich war es ein Feiertag. Ich habe das Gewehr gehalten, ich habe die Uniform angezogen, und ich habe nicht aufgehört, an die Millionen zu denken, die in den Tod gegangen sind, auch – aber nicht nur – weil sie kein Gewehr in den Händen hatten.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, liebe Freunde,

dank dem Staat Israel, dank der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte befand ich mich, beinahe eine ganze Generation später, in einer Situation, in der ich mir die Gegenwart meiner

Eltern so sehr gewünscht hätte. Doch sie waren nicht bei mir. Ich wurde als Minister in der Regierung des Staates Israel vereidigt. Ich bin zur Vereidigung auf das Podium gestiegen, und ich habe im Publikum die liebenden Augen meiner Mutter gesucht, meinen Vater, der in diesem Moment stolz auf mich gewesen wäre. Doch sie sie waren weder hier noch an einem anderen Ort.

Der Holocaust an den europäischen Juden ist eines der wichtigsten Ereignisse, ja, meiner Meinung nach sogar das wichtigste Ereignis in der Geschichte des jüdischen Volkes der letzten 2000 Jahre. Nichts im Leben unserer Großeltern, Eltern und nichts in unserem eigenen Leben ist nach dem Holocaust geblieben, wie es war. Auch heute, 63 Jahre nach der Shoah, leben wir in ihrem Schatten, und der Ursprung all unserer Taten und Aussagen, liegt, ob bewusst oder unbewusst, in der schrecklichen Shoah. Der Staat Israel ist aus der Asche der Opfer der Shoah entstanden, und er hat seit dem Tag seiner Gründung geschworen, dass diese Hölle niemals wiederkehren wird. Zu unserem Glück haben Israel und Deutschland ihre Freundschaft über die Jahre vertieft. Heute ist diese Freundschaft so stark, dass sie durch nichts erschüttert werden kann.

Ich kann nicht anders, als hier, vor Ihnen, laut über den Abgrund nachzudenken, der sich auftut zwischen der Aussicht aus dem Fenster heraus – die Ruhe, das klare Wasser, die Bäume, das Grün darum herum – und der Entscheidung, die hier gefällt wurde, an diesem Ort, durch eine Gruppen von Menschen, die jede Menschlichkeit verloren hatten, Monster auf zwei Beinen, Massenmörder, die ein ganzes Volk in den Tod schicken wollten.

70 Jahre sind seitdem vergangen. Aber weder 70 noch 700 noch weitere Jahre lassen uns den Schrecken vergessen, und ich rufe Sie auf, als Angehörige des deutschen Volkes, sich mit uns gemeinsam zu erinnern und nie zu vergessen. Heute sehen wir, dass es wieder Antisemiten gibt, Neonazis, denen das, was damals geschehen ist, nicht genug war, sie wollen daran anknüpfen.

Von hier, aus dem Haus des Todes, möchte ich die freie Welt vor Ignoranz warnen, vor Blindheit, angesichts dessen, was geschieht und angesichts des erneut erstarkenden Antisemitismus. Wir, als Staat des jüdischen Volkes, werden unser Bestes tun, um den neuen Feinden entgegenzutreten, die gegen uns aufgestanden sind. Wir werden nicht das internationale Recht verletzen. Wir werden das Recht nicht in die eigenen Hände nehmen. Doch wir werden alles tun, um jeden Versuch, uns und unsere Brüder anzugreifen, zu verhindern. Das ist das Vermächtnis der Millionen, die infolge der Entscheidung gestorben sind, die hier gefällt wurde.

Als ich, vor vielen Jahren, bei den Israelischen Verteidigungsstreitkräften meine persönliche Kennnummer erhielt, die ich all die Jahre meiner Dienstzeit bis zur Ernennung zum Generalmajor trug, hatte ich immer meine jüdischen Brüder vor Augen, die eine ganz andere persönliche Nummer in den Arm eintätowiert bekamen, die sie auf ihrer letzten Reise begleitet hat. Auch jetzt, in diesem Moment, sehe ich vor meinem geistigen Auge die Millionen, die in den Tod gegangen sind.

Einer von diesen Millionen war mein Vater. Es war mir nicht vergönnt, an seinem Grab das traditionelle jüdische Gebet, den “Kaddish des Waisen” zu sprechen, den ein Sohn am Grab seines Vaters spricht. Aus diesem Grund möchte ich, mit Ihrer Erlaubnis, Herr Bundespräsident, und mit der Erlaubnis der Anwesenden, zum Gedenken an meinen Vater und jene Millionen, hier, in diesem Haus, in dem über seinen und ihren Tod entschieden wurde, das Gebet sprechen, in den Worten aus dem Buch der Bücher.

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