Botschaft des Staates Israel in Berlin

Offizieller Blog

Botschaft des Staates Israel in Berlin header image 1

„Flytilla“ erfolgreich verhindert

16. April 2012 · Allgemein, Politik, Sicherheit

 

Die israelischen Behörden und Sicherheitskräfte haben am Sonntag hunderte anti-israelische Aktivisten daran hindern können, im Rahmen einer sogenannten „Flytilla“ nach Israel einzureisen. Yitzhak Aharonovitch, Minister für öffentliche Sicherheit, erklärte, das wichtigste Ziel sei es gewesen, größere Störaktionen am Flughafen zu verhindern. Er dankte den israelischen Sicherheitskräften und auch den europäischen Ländern und Fluglinien für die Kooperation im Vorfeld. Wegen Ostern und Pessach war dieser Sonntag mit mehr als 45.000 Reisenden einer der geschäftigsten Tage des ganzen Jahres am Ben Gurion Flughafen bei Tel Aviv.

Sicherheitskräfte und Journalisten am Flughafen, Foto: JPost

Auch Ministerpräsident Binyamin Netanyahu dankte am Abend den Sicherheitskräften für die erfolgreiche Verhinderung der Störaktionen, die am Flughafen stattfindensollten. „Der Einsatz der Sicherheitskräfte vor Ort und die diplomatischen Bemühungen haben sich bewährt“, erklärte Netanyahu.

Netanyahu brachte weiterhin sein Unverständnis für die „Flytilla“ zum Ausdruck und erklärte, er frage sich, was die Aktivisten überhaupt in Israel suchen. „Sie sollten in den Iran fliegen und die Steinigung von Frauen verhindern, sie sollten in den Gazastreifen reisen und etwas gegen den Missbrauch von Kindern als menschliche Schultzschilde für Terroristen unternehmen, die Raketen auf unsere Zivilisten abfeuern“, so Netanyahu und nahm Bezug auf einen Brief, den sein Amt verfasst hatte, um ihn am Flughafen den Aktivisten zu überreichen. Der Brief stellt in ironischem Tonfall die Entscheidung der Aktivisten in Frage, angesichts der Krisen im Nahen Osten ausgerechnet in Israel zu demonstrieren.

In dem Brief heißt es:

“Lieber Aktivist,

Wir schätzen Ihre Entscheidung, Israel zum Objekt Ihrer humanitären Bemühungen zu machen, denn wir wissen, dass es viele andere würdige Optionen gibt.

Sie hätten sich zum Beispiel dafür entscheiden können, gegen die Massaker des syrischen Regimes an seinem eigenen Volk zu protestieren, bei denen bereits tausende Menschen ermordet wurden.

Sie hätten sich auch dafür entscheiden können, gegen die brutale Unterdrückung der Opposition durch das iranische Regime zu protestieren, oder gegen seine Unterstützung des weltweiten Terrorismus.

Oder Sie hätten sich dafür entscheiden können, gegen die Hamas-Herrschaft im Gazastreifen zu protestieren, wo Terrororganisationen doppelte Kriegsverbrechen begehen, wenn sie Raketen auf Zivilisten feuern und sich dabei hinter Zivilisten verschanzen.

Doch stattdessen haben Sie sich entschieden, gegen Israel zu protestieren, die einzige Demokratie im Nahen Osten, wo Frauen gleichberechtigt sind, die Medien die Regierung kritisieren können, Menschenrechtsorganisationen frei agieren, Religionsfreiheit für alle garantiert ist und Minderheiten nicht in Angst leben müssen.

Wir schlagen deshalb vor, dass Sie sich erst um die echten Probleme dieser Region kümmern und dann zurückkommen, um Ihre Erfahrungen mit uns zu teilen.

Guten Flug!”

(Ynet/ Jerusalem Post/ Amt des Ministerpräsidenten, 16.04.12)

YouTube Preview Image

→ 6 KommentareTags:

Netanyahu zu Iran-Gesprächen

16. April 2012 · Allgemein, Iran, Stellungnahmen, Terror

 

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat sich am Sonntag bei einem Treffen mit US-Senator Joe Lieberman nach den Atomgesprächen in Istanbul zum Thema Iran geäußert. Netanyahu erklärte:

“Mein Eindruck ist, der Iran hat einen Freifahrtschein erhalten. Er hat fünf Wochen gewonnen, während derer er die [Uran-]Anreicherung ohne Beschränkungen oder Kontrolle fortsetzen kann.

Ich denke, der Iran muss sofort handeln. Er sollte jegliche Anreicherung stoppen, sämtliches angereichertes Material beseitigen und die Atomanlage in Qom schließen. Ich bin der Ansicht, dass der weltgrößte Terrorstaat nicht die Möglichkeit haben darf, Atomwaffen zu entwickeln.”

(Amt des Ministerpräsidenten, 16.04.12)

YouTube Preview Image

 

→ 3 KommentareTags:

Israelis auf Platz acht der glücklichsten Menschen

12. April 2012 · Allgemein

 

Einer neuen Umfrage aus dem Forbes-Magazine zufolge ist Israel auf dem achten Platz der weltweit glücklichsten Länder, gleichauf mit Kanada, Australien und der Schweiz. Doch was sagen die Israelis selbst dazu?

→ Keine KommentareTags:

Israel in Imax-Qualität

12. April 2012 · Allgemein

 

YouTube Preview Image

→ Keine KommentareTags:

Netanyahu: Direkte Verhandlungen ohne Vorbedingungen

12. April 2012 · Allgemein, Friedensverhandlungen, Stellungnahmen

 

Israel begrüßt die Stellungnahme des Nahost-Quartetts, in der die Fortführung der direkten Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern ohne Vorbedingungen gefordert wird.

Netanyahu, Foto: GPO

Nächste Woche wird sich Ministerpräsident Netanyahu mit einer palästinensischen Delegation treffen und vorschlagen, die Verhandlungen auf einer höheren Ebene fortzusetzen und direkte Gespräche mit Abu Mazen zu führen.

Dieser Vorschlag wird ebenfalls von dem Gesandten des Ministerpräsidenten, Yitzhak Molcho, übermittelt, der sich mit Abu Mazen treffen und ihm einen Brief zu Israels Position bezüglich eines zukünftigen Abkommens mit den Palästinensern überreichen soll.

(Amt des Ministerpräsidenten, 12.04.12)

→ Keine KommentareTags:

Fundstück: Jerusalem aus der Luft

11. April 2012 · Allgemein, Jerusalem, Vermischtes

 

YouTube Preview Image

→ Keine KommentareTags:

Vom beduinischen Hirten zum israelischen Diplomaten

11. April 2012 · Allgemein, Gesellschaft, Politik, Vermischtes

 

Die israelische Botschaft in London hat ein besonderes neues Mitglied in ihrem Team: Ismail Khaldi (41) ist der neue Berater für zivilgesellschaftliche Angelegenheiten.

Ismail Khaldi

Khaldi blickt auf eine außergewöhnliche Lebensgeschichte zurück: Als eines von elf Geschwistern wuchs er in einem Beduinendorf im Norden Israels auf, wo er bis zu seinem achten Lebensjahr in einem Zelt lebte. Khaldi besuchte eine angesehene arabische Schule und fiel schon damals auf, als er Yom ha-Zikaron, den Gedenktag für die gefallenen israelischen Soldaten, begehen wollte. Seine Familie hatte bereits seit den 1930er Jahren ein gutes Verhältnis zu der jüdischen Bevölkerung, es bestand eine enge Freundschaft mit den Mitgliedern eines benachbarten Kibbuz. Dort habe seine Großmutter auch Jiddisch gelernt, erinnert sich Khaldi.

Seit 2004 arbeitet Khaldi für das israelische Außenministerium. Bevor er nach London entsandt wurde, hatte er unter anderem einen Posten als Vizekonsul in San Francisco und als Berater von Avigdor Lieberman inne. Seine Arbeit in London betrachtet er als große Herausforderung: „Mein Eindruck ist, dass es hier einen tiefsitzenden Hass gegen Israel gibt“, erklärt Khaldi. „Die palästinensischen Organisationen sind sehr feindselig und sehr präsent an den Universitäten.“

Zum vollständigen Interview mit Ismail Khaldi geht es hier

→ Keine KommentareTags:

Chag Sameach!

7. April 2012 · Allgemein

 

Pessach, häufig als “Fest der Freiheit” (Chag ha­Cherut) oder “Fest des Frühlings” (Chag ha­Aviv) bezeichnet, erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten im 13. Jahrhundert v.d.Z.

Freiheit ist das dominierende Thema von Pessach. Die Vorbereitungen beginnen lange vor dem eigentlichen Fest, wenn Haushalte und Geschäfte beginnen, nach den Vorschriften der Thora (Ex. 12, 15­20) jegliches Chametz (Gesäuertes) aus den Wohnungen und Räumlichkeiten zu entfernen. Der Tag vor dem Fest ist letzten vorbereitenden Maßnahmen gewidmet, darunter der zeremoniellen Verbrennung aller für das Fest unzulässigen Lebensmittel.

Der Beginn von Pessach, der Seder­ Abend, ist auch gleichzeitig der Höhepunkt des Feiertages. Der Seder ist das wichtigste Familienfest und dauert traditionell viele Stunden. Zum Seder gehört die Lesung der Pessach ­Hagada, einer ausführlichen Wiedererzählung der Knechtschaft und des Auszugs aus Ägypten. Abgesehen von der Matza, dem ungesäuerten Brot, gehören noch weitere symbolische Speisen auf den Seder ­Tisch.

Auch die meisten säkularen Juden in Israel begehen die Pessach­Bräuche (laut einer Umfrage essen 67% der jüdischen Israelis kein Chametz) und feiern einen mehr oder weniger traditionellen Seder­Abend (90% halten ihn für wichtig) – nur die vollständige Lesung der Hagada wäre für viele dann doch zu lang…

YouTube Preview Image

Zu Pessach gehört auch eine weitere Woche von fünf Halbfeiertagen für längere Gebetsgottesdienste und Freizeitaktivitäten. Die Festwoche wird mit einem zusätzlichen Feiertag abgeschlossen.

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern Chag sameach ve­Pessach kasher und Frohe Ostern!

→ Keine KommentareTags:

Stellungnahme von Netanyahu zu Grass

5. April 2012 · Allgemein, Stellungnahmen

 

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu erklärte heute zur Veröffentlichung von Günter Grass:

 

“Der peinliche Vergleich, den Günter Grass zwischen Israel und dem Iran gezogen hat, einem Regime, das die Shoah leugnet und zur Vernichtung Israels aufruft, sagt sehr wenig über Israel und viel über Herrn Grass.

Der Iran, nicht Israel, stellt eine Bedrohung für den Weltfrieden und die Sicherheit in der Welt dar.

Der Iran, nicht Israel, droht anderen Staaten damit, sie auszulöschen.

Der Iran, nicht Israel, unterstützt Terrororganisationen, die Raketen gegen unschuldige Zivilisten richten.

Der Iran, nicht Israel, unterstützt das Massaker des syrischen Regimes an seinem Volk.

Der Iran, nicht Israel, steinigt Frauen, henkt Homosexuelle und unterdrückt aufs grausamste Millionen eigener Bürger.

Sechzig Jahre lang hat Herr Grass seine Vergangenheit als Mitglied der Waffen-SS verschwiegen. Daher überrascht es nicht, dass er den einzigen jüdischen Staat auf der Welt als größte Bedrohung für den Weltfrieden ansieht und ihm sein Recht auf Selbstverteidigung abspricht.

Anständige Leute auf der ganzen Welt sollten diese ignoranten und verwerflichen Aussagen verurteilen.”

→ 37 KommentareTags:

Raketenangriff auf Eilat

5. April 2012 · Ägypten, Allgemein, Terror

 

Terroristen aus dem Sinai haben vergangene Nacht eine Grad-Rakete auf Eilat abgefeuert. Mehrere Menschen erlitten einen Schock und mussten behandelt werden. Israelische Sicherheitskräfte durchsuchen derzeit die Gegend um Eilat nach weiteren Raketen. Die Polizei erklärte, dass vorerst keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen für die Einwohner getroffen werden müssten.

Ort des Raketeneinschlags (Foto: Yair Sagi)

In den vergangenen Wochen patrouillierten die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte verstärkt entlang der Grenze zu Ägypten, da es mehrere Anschlags- und Schmuggelversuche von der Sinai-Halbinsel aus gab, die alle vereitelt werden konnten.

Im August 2011 waren sieben Menschen bei einem Terroranschlag bei Eilat getötet worden.

(Ynet/Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 05.04.12)

→ 4 KommentareTags: